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Henning Schick ist für sein Engagement ausgezeichnet worden.

Henning Schick ist für sein Engagement ausgezeichnet worden.
© Rainer Hennies

Barsinghausen

Peace and Sport Award 2017 für Henning Schick

Fürst Albert zeichnet Projektleiter Henning Schick in Monaco aus. Der Barsinghäuser leitet Fußball-Projekte in Jordanien und im Nordirak. Für sein Engagement hat er nun den Peace an Sport Award verliehen bekommen. 

Barsinghausen.  Große Ehre für den Barsinghäuser Henning Schick im Fürstentum Monaco. Der ehemalige Angestellte des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV) arbeitet mittlerweile bei der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) in fußballerischen Entwicklungsprojekten. Derzeit leitet er in Jordanien und dem Nordirak für drei Jahre das Projekt „Austausch, Bildung und Konfliktbearbeitung durch Sport für Entwicklung“, gefördert durch das jordanische Olympische Komitee, Jordaniens Fußballverband, den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), Deutschen Fußball Bund (DFB) und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Beim 10. Peace and Sport International Forum in Monaco wurde dieses Projekt jetzt mit dem Peace and Sport Award 2017 ausgezeichnet. Die Ehrungen gehen an besondere Initiativen im Bereich Friedensförderung durch Sport. Das Dialogforum Peace and Sport bringt alljährlich führende Personen aus Sport und Politik zusammen, regt so den Austausch innovativer Ansätze im Sport als Mittel für sozialen Wandel an. 

Für Henning Schick sei die Verleihung des Awards „eine Anerkennung der langjährigen und intensiven Arbeit der GIZ im Bereich Sport für Entwicklung, durch die zuvor bereits in Südafrika und Kolumbien Friedensprozesse unterstützt werden konnten“, sagte er in seiner Dankesrede im Monte Carlo Bay Casino vor 700 geladenen Gästen. Anwesend waren auch Gastgeber und Schirmherr Fürst Albert II, der indische Friedensnobelpreisträger von 2006 Muhammad Yunus sowie die ivorische Fußballikone Didier Drogba. Im Kontext von Flucht und Migration gehe es bei dem Projekt „um gezielte soziale Annäherungsprozesse zwischen Geflüchteten und Einheimischen, die angesichts der Spannungen zwischen den Bevölkerungsgruppen für Entspannung auf lokaler Ebene sorgen.“ Fußball wirke hervorragend als Mittel der Gewaltprävention und Traumabewältigung für die Jungen und Mädchen im Kindes- und Jugendalter. 

Die Dimensionen sind gewaltig: 655.000 syrische Flüchtlinge wurden im ersten Halbjahr 2016 in Jordanien gezählt, 250.000 im Irak, wo zudem rund drei Millionen Binnenvertriebene auf der Flucht sind. An mehr als 60 Schulen und über 40 Gemeinden haben Menschen im Alter von acht bis 24 Jahren inzwischen Zugang zum Sport. Rund 10.000 Kinder in Jordanien und 65.000 Kinder in sechs Flüchtlingscamps und Jugendzentren in den nordirakischen Bezirken Dohuk, Saxo und Sumel erreicht das Projekt. 

Beim Aufbau von Strukturen und Umsetzen schulischer wie außerschulischer Angebote in aufnehmenden Gemeinden und Flüchtlingscamps kooperiert Schick eng mit Jordaniens Erziehungsministerium und den Behörden im Nordirak. Von seiner Basis in Amman nach Dohuk etwa fahre er im gepanzerten Wagen. „Wir müssen dahin gehen, wo es weh tut. Vor Ort ist dann alles safe. Wir nutzen die Fußballbegeisterung, um soziale Fertigkeiten altersgerecht zu schulen. Dazu haben wir ein spezielles Curriculum entwickelt, um Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl im Rahmen friedlicher Konfliktlösungsmuster zu stärken.“ Stichworte sind Toleranz, Respekt, Disziplin, Empathie und Fairplay. „Mit unseren Ansätzen können wir in der Persönlichkeitsentwicklung viel erreichen.“ Schicks Ziel: „Möglichst viele Jugendliche auszubilden, um anderen ein Vorbild zu sein und über den Sport wichtige Werte zu vermitteln.“ 

 

Von Rainer Hennies


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