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00:19 08.10.2018
Nur die Rundbank fehlt noch: In Barrigsen ist an der Einmündung Zur Kokemühle ein attraktiver Dorfplatz entstanden. Stefan Recht (von links), Michael Dettmann und Vincent Gogol begutachten die Pläne. Quelle: Andreas Kannegießer
Ostermunzel/Holtensen/Barrigsen

Der Ortsmittelpunkt in Barrigsen hat ein neues Erscheinungsbild. Im Zuge des Dorferneuerungsprogramms ist der Einmündungsbereich der Straße Zur Kokemühle in die Ostermunzeler Straße in den vergangenen Wochen umgestaltet worden. Die ehemals eher trostlose Fläche rund um die ortsbildprägende Eiche ist nun einheitlich gepflastert worden. Der Einmündungsbereich hat damit den Charakter eines Dorfplatzes bekommen. „Das ist schon ein ganz anderes Bild als früher“, sagt Tiefbau-Fachdienstleiter Michael Dettmann. Demnächst soll noch eine große Rundbank unter der Eiche montiert werden, sodass der Dorfmittelpunkt zum echten Treffpunkt werden könnte.

Bei der Umgestaltung des Platzes hatte es ein paar technische Probleme wegen unerwarteter Versorgungsleitungen im Untergrund und dem Regenwasserkanal gegeben, wie Stefan Recht vom Fachdienst Tiefbau berichtet. Letztlich seien geringfügige Anpassungen notwendig geworden, sodass die Gesamtkosten von ursprünglich 110.000 Euro auf rund 130.000 Euro gewachsen seien.

Für das nächste Jahr plant die Stadtverwaltung bereits die nächste große Investition in Barrigsen: Dann soll die Straße Im Wieh ganz neu gestaltet werden, die direkt gegenüber des Ortsmittelpunktes von der Ostermunzeler Straße abzweigt. Die veranschlagten Umbaukosten liegen dort sogar bei rund 363.000 Euro.

Das Holtenser Feuerwehrhaus Am Kampe hat einen neu gepflasterten Vorplatz. Quelle: Andreas Kannegießer

Beide Projekte sind Teil des laufenden Dorferneuerungsprogramms in den drei Ortsteilen Barrigsen, Ostermunzel und Holtensen. Dessen Ziel ist die Förderung der ländlichen Entwicklung. In Ortschaften, die in das Programm aufgenommen worden sind, werden öffentliche Dorferneuerungsprojekte vom Land mit etwa 73 Prozent der Kosten bezuschusst. „Eine solche Förderung bekommen wir sonst nie wieder“, sagt Dettmann. Auch private Immobilienbesitzer können von dem Programm profitieren, erhalten aber deutlich geringere Zuwendungen.

In Holtensen werden derzeit gleich drei Dorferneuerungsvorhaben umgesetzt. Nahezu abgeschlossen ist bereits die Neugestaltung des Vorplatzes vor dem Feuerwehrgerätehaus. Das neue Pflaster ist fertig, nun sollen noch Sitzgelegenheiten aufgestellt und Büsche und einen Ahornbaum in die neuen Grünflächen gepflanzt werden. Die Stadtverwaltung rechnet mit rund 80.000 Euro Gesamtkosten. Das Feuerwehrhaus habe in Holtensen den Charakter eines Gemeinschaftshauses, und der Vorplatz diene als Dorfplatz, erläutert Recht.

Landschaftsbauer gestalten in Holtensen derzeit den Spielplatz um. Quelle: Andreas Kannegießer

Deutlich aufwendiger ist mit rund 140.000 Euro die Umgestaltung des östlichen Seitenraumes der Straße Am Schafanger. Zwischen Fahrbahn und Seitenraum baut ein Tiefbauunternehmen dort eine dreireihige Gosse ein. Die Grundstückszufahrten werden mit Betonsteinpflaster und die Parkflächen mit Rasengittersteinen versehen. Außerdem profitieren auch die Holtenser Kinder von der Dorferneuerung: Der Spielplatz an der Von-Holthusen-Straße wird grundlegend neu gestaltet. Das beauftragte Unternehmen aus Gehrden montiert neue Spielgeräte wie eine Schaukel, einen Spielturm und ein Soccer-Tor und legt einen neuen Sandkasten an. Außerdem gibt es neue Sitzgelegenheiten und einen Tisch sowie eine stabilere Umzäunung des Areals. Die Kosten beziffert die Stadtverwaltung auf rund 80.000 Euro.

Die Straße Am Schafanger in Holtensen wird im Zuge der Dorferneuerung auf der Ostseite befestigt und erhält dort auch eine Gosse. Quelle: Andreas Kannegießer
Die Straße Am Schafanger in Holtensen wird im Zuge der Dorferneuerung auf der Ostseite befestigt und erhält dort auch eine Gosse. Quelle: Andreas Kannegießer

Besonders ehrgeizig sind die Pläne zur Dorferneuerung im Ortsteil Ostermunzel. Dort starten derzeit die Arbeiten für das kleinste der vorgesehenen Projekte: Die Dedenser Straße erhält dabei für rund 65.000 Euro am westlichen Fahrbahnrand einen befestigten Parkstreifen mit sieben Längsparkplätzen und Grünflächen. In den nächsten Jahren wird dann nach den aktuellen Plänen die Mittelstraße im Zuge der gesamten Ortsdurchfahrt neu gestaltet. Dabei sollen die Fahrbahn schmaler und die Gehwege verbreitert werden. Die Einmündung der Dedenser Straße in der Ortsmitte wird ebenfalls verengt und attraktiver gestaltet. Bei dem aufwendigen Vorhaben kooperiert die Stadtverwaltung mit der Region Hannover, die die neue Fahrbahndecke der Mittelstraße finanziert, und der Stadtentwässerung, die teilweise neue Kanäle im Untergrund verlegen möchte. „Das ist ein richtig dickes Projekt“, sagt Fachdienstleiter Dettmann. „Wir hoffen, dass wir 2019 starten können“, ergänzt sein Fachdienstkollege Vincent Gogol. Die Erneuerung der Gehwege kostet geschätzte 980.000 Euro, die neu gestaltete Ortsmitte 165.000 Euro. „Das wollen wir zusammen machen“, betont Gogol.

Ebenfalls Teil des Dorferneuerungsprogramms ist der Umbau des nördlichen Ortseingangs an der Dedenser Straße bis zur Einmündung der Straße Am Saalfeld. Dieses Vorhaben wird mit weiteren rund 162.000 Euro zu Buche schlagen. Am Ende, darin sind sich Dettmann, Recht und Gogol einig, wird sich Ostermunzel besonders tiefgreifend verändert haben. „Der Ort wird ganz anders aussehen als jetzt“, sagt Dettmann.

Von Andreas Kannegießer

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