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Die Unternehmerfamilie greift bei der Grundsteinlegung gemeinsam zum Spaten (von links): Georg, Claudia, Thomas und Phillip Haase.

Die Unternehmerfamilie greift bei der Grundsteinlegung gemeinsam zum Spaten (von links): Georg, Claudia, Thomas und Phillip Haase.
© Andreas Kannegießer

Bantorf

Laverana: Logistikzentrum kostet bis zu 30 Millionen Euro

Das stark wachsende Naturkosmetikunternehmen Laverana hat am Mittwoch in Bantorf den Grundstein für ein neues Logistikzentrum gelegt, das in rund eineinhalb Jahren in Betrieb gehen soll.

Bantorf.  Der Naturkosmetikhersteller Laverana startet den nächsten Expansionsschritt: Am Mittwochvormittag hat das stark wachsende Familienunternehmen im Bantorfer Gewerbegebiet Nord den Grundstein für ein neues, vollautomatisches Logistikzentrum gelegt. Unternehmenschef Thomas Haase rechnet bis zur Fertigstellung in voraussichtlich rund eineinhalb Jahren mit Investitionen von bis zu 30 Millionen Euro. Später ist auf dem Grundstück an der Autobahn ein zweiter Bauabschnitt geplant, in dem dann auch Produktions- und Abfüllanlagen aufgebaut werden sollen.

Laverana hatte das Bantorfer Grundstück vor rund sechs Jahren erworben, danach seine Baupläne aber mehrfach verändert. Die Hoffnungen der Stadt Barsinghausen, dass die Firma ihren Unternehmenssitz vollständig nach Bantorf verlegen wird, werden sich offenbar nicht erfüllen: Wegen des starken Wachstums setzt Laverana demnächst sogar auf vier Standorte: Nach den Worten von Haase werden die beiden Firmensitze in Wennigsen und vorerst auch Ronnenberg-Empelde erhalten bleiben. Neu ist außer Bantorf demnächst auch ein Laverana-Standort in der Innenstadt von Hannover, wo das Unternehmen die Bereiche Marketing und Vertrieb konzentrieren will.

Das Logistikzentrum in Bantorf hat gewaltige Dimensionen: Der Baukörper wird nach Unternehmensangaben 125 Meter lang, 76 Meter breit und 37 Meter hoch. Insgesamt stehen zunächst 12.800 Quadratmeter Nutzfläche für das Hochregallager, ein automatisches Kleinteilelager, die Kommissionierung und eine zweigeschossige Logistikvorzone zur Verfügung. Nach der Fertigstellung sollen nach Unternehmensangaben etwa 150 bis 170 der derzeit rund 400 Laverana-Mitarbeiter in Bantorf arbeiten. Probleme bei der Genehmigung des Vorhabens hatte es zuletzt wegen der geplanten, riesig dimensionierten Werbeanlage an der zur Autobahn hin gelegenen Fassade gegeben. Am Ende gab es einen Kompromiss: Statt zwei prominenten Werbeköpfen wird Laverana nur ein Konterfei an der Fassade anbringen: das der Sängerin und Lavera-Markenbotschafterin Yvonne Catterfeld.

Der Neubau in Bantorf sei „die größte Investition der Firmengeschichte“, sagte Thomas Haase bei der Grundsteinlegung. Er bekannte sich in seiner Rede ausdrücklich zu den Standorten rund um Hannover: „Wir wollten unbedingt in der Region bleiben, in der Heimat“, sagte er. Das Hochregallager werde nach der Fertigstellung eins der modernsten in Europa sein. Das Unternehmen bereite sich mit dem neuen Standort auch auf neue Herausforderungen des Marktes vor, etwa im Bereich des elektronischen Handels. „Wir wollen gewappnet sein“, sagte Haase.

Gemeinsam mit Ehefrau Claudia und den Söhnen Phillip und Georg setzte Haase symbolisch den Grundstein und ließ eine Zeitkapsel ins Erdreich ein. In der Kupferkapsel befinden sich unter anderem Fotos aus der Gründungszeit des Unternehmens, Tageszeitungen sowie das erste Lavera-Produkt überhaupt, das bis heute im Sortiment ist: ein Lippenpflegestift. Barsinghausens Bürgermeister Marc Lahmann gratulierte der Familie Haase. Er freue sich, dass es gelungen sei, ein so innovatives Unternehmen nach Barsinghausen zu holen, sagte Lahmann. „Es ist ein tolles Unternehmen.“ 

Laverana wächst dreimal schneller als die Konkurrenz

Der Naturkosmetikhersteller Laverana ist im November 1987 in Rethen von Thomas Haase gegründet worden. 1996 zog das Unternehmen nach Wennigsen um. 2005 wurde zunächst ein Außenlager in Empelde bezogen, ehe vor drei Jahren alle Abteilungen mit Ausnahme der Forschung und Entwicklung nach Ronnenberg umquartiert wurden. Mit den Produkten seiner Handelsmarke Lavera ist das Unternehmen enorm erfolgreich: Längst hat Laverana die Nische des Bio-Fachhandels verlassen und ist bei nahezu allen großen Handelsketten und Drogerie-Fachmärkten im Sortiment gelistet. Laverana stellt derzeit 280 verschiedene Produkte her und vertreibt diese in 40 Ländern. Umsatzzahlen nennt das Familienunternehmen nicht. Laverana sei zuletzt etwa dreimal schneller gewachsen als der Naturkosmetikmarkt und zehnmal schneller als der gesamte Kosmetikmarkt, berichtet Unternehmenssprecherin Sabine Kästner-Schlemme. Vor wenigen Tagen hat Laverana sein 30-jähriges Bestehen gefeiert. Die Unternehmenszukunft in Familienbesitz ist offenbar gesichert: Die Gründersöhne Phillip und Georg Haase haben beide bereits Führungspositionen im Unternehmen inne.

 

Von Andreas Kannegießer


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