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Region Barsinghausen Nachrichten LTS-Zukunft: Schüler wollen gehört werden
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00:18 28.09.2018
Björn Matthies (16, von links), Anna Söffker (15) und Pauline Bruchmann wollen sich für den Erhalt der LTS am jetzigen Standort einsetzen. Quelle: Malecha
Barsinghausen

„Wir wollen hier bleiben“, nennt Pauline Bruchmann den wohl wichtigsten Wunsch der Schüler der Lisa-Tetzner-Oberschule. Die 15-jährige Schülervertreterin hat gemeinsam mit Schülersprecher Björn Matthies und seiner Stellvertreterin Anna Söffker (15) einen Brief an Bürgermeister Marc Lahmann verfasst. Diesen wollen die Schüler persönlich übergeben.

Anlass ist die Diskussion um die Zukunft der Oberschule. Erhebliche bauliche Mängel am Standort der LTS im D-Trakt Am Spalterhals haben vor drei Jahren die Debatte angestoßen. Ein Gutachten empfiehlt aus rein wirtschaftlichen Gründen auf den jetzigen Standortzu verzichten und stattdessen einen Erweiterungsbau an der Goetheschule-KGS zu errichten.

„Die Empfehlung des Gutachtens macht für uns keinen Sinn – wir haben so viele Fragen und möchten jetzt gerne Antworten haben“, sagt Matthies. Er und viele seiner 367 Mitschüler befürchten, dass ihre Schule beim Umzug an die KGS untergehen wird. „Wir haben ein ganz anderes Schulsystem, sind nicht in Schulzweige aufgeteilt und jeder wird individuell gefördert“, verdeutlicht Matthies die Vorteile seiner Schulform. Zudem seien die Klassen kleiner und die Atmosphäre familiärer. „Jeder kennt jeden, und man kann mit seinen Problemen jederzeit zu den Lehrern gehen – auch wenn sie nichts mit der Schule zu tun haben“, sagt er. Diese schulfachlich-pädagogischen Argumente sind in das Gutachten bisher nicht eingeflossen. Doch gerade sie sollten bei der Entscheidung eine wichtige Rolle spielen.

Nicht alle wollen zur KGS

Die drei Zehntklässler kritisieren, dass ihre Wünsche bislang nicht gehört wurden. „Wir hätten uns einfach gewünscht, dass Politik und Verwaltung auf uns zugekommen wären, uns in die Diskussion einbezogen hätten“, sagt Bruchmann. Ihrer Meinung nach sei das Gutachten und die Empfehlung nicht richtig. „Natürlich ist ein kleiner Neubau am HAG günstiger als ein wesentlich größerer hier“, nennt sie eine der Unstimmigkeiten, die ihr aufgefallen sind. Zudem bezweifeln die Schüler, dass der Platz am HAG reicht – zumindest, wenn es weiterhin Mensa, Aula, Schulküchen, Sportanlagen und vieles mehr für alle Schüler geben soll. Alle Schüler würden am neuen Standort allerdings ohnehin nicht untergebracht werden müssen. „Viele unserer Mitschüler wollen nicht an die KGS – die werden dann zu anderen Schulen in anderen Kommunen wechseln“, sagt Söffker. „Ob das der Wunsch der Stadt ist, sollten sich die Politiker gut überlegen.“

Ein weiterer Kritikpunkt der Schüler: Die jahrelange Unklarheit. „Die Diskussion um die Zukunft unserer Schule geht schon ewig –natürlich wollen Eltern ihre Kinder hier nicht anmelden“, sagt Matthies. Diese Art Schüler, Lehrer und Eltern zu behandeln, sei nicht fair. Und unfair behandelt fühlen sich die Schüler mittlerweile ohnehin. „Es kann nicht sein, dass der neuste Trakt des Schulzentrums auch der ist, der am marodesten ist“, sagt Matthies. In die LTS sei jahrelang nicht investiert worden – und nun soll aus einer Brandschutzsanierung eine Kernsanierung gemacht werden, die die Existenz der Schule gefährdet. „Alle setzten sich für die Existenz der Bert-Brecht-Schule ein, wieso setzt sich niemand für uns ein“, fragt Söffker enttäuscht. Die Schüler hoffen nun, dass ein Gespräch mit Bürgermeister Marc Lahmann ihnen mehr Klarheit bringt und auch hilft, dass die Schülerwünsche in die Entscheidung mit einfließen.

Von Lisa Malecha

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