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Region Barsinghausen Nachrichten Hunderte genießen das Backfest in Barrigsen
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19:08 09.09.2018
Elise (von vorne), Mia und Tim backen Milchbrötchen. Pauline Kißler hilft. Quelle: Jennifer Krebs
Barrigsen

Tim (12) freut sich schon. In zehn Minuten darf er sein Milchbrötchen aus dem Ofen holen. „Rosinen mag ich nicht, stattdessen habe ich Schokostreusel in meinen Teig getan“, erzählt er. „Das wird bestimmt lecker!“

Selbst gebacken schmeckt es besser. Deswegen sind viele beim Barrigser Backfest auch schon früh dran. Wer schon öfter da gewesen ist, weiß warum. Nach nur einer Stunde sind auch dieses Mal die 240 Brote restlos verkauft – und das war schon ein ganzer Batzen mehr gewesen als sonst. Sibylle Wieder vom Backhaus-Verein geht herum mit Häppchen und lässt die Besucher das frische rustikale Bauernbrot aus dem Lehmofen probieren. Sie habe extra auf die Butter verzichtet, erzählt sie, damit man das Brot auch richtig schmeckt.

Wenn Backfest ist, packt das ganze Dorf mit an. Knapp 60 Helfer seien hier heute in irgendeiner Weise eingebunden, erzählt Harald Wieder, der Vorsitzende des Backhaus-Vereins. Er ist mitten in der Nacht aufgestanden, um den Lehmofen anzuheizen. Im Backhaus schlägt einem die Wärme entgegen. „Gebacken wird bei 320 Grad Celsius“, sagt Wieder. Bauernbrot und Korbgerster brauchen eine Dreiviertelstunde, der Zuckerkuchen, der am Sonntag als letztes erst mittags hineingeschoben wird, dauert dagegen nur zehn Minuten.

Es ist das mittlerweile zehnte Backfest, dass der Verein Backhaus Barrigsen veranstaltete. Da weiß die eine Hand inzwischen, was die andere tun muss. Auch Zwetschenkuchen und Bienenstich werden fürs Backfest gleich blecheweise gebacken. Und auch die fleißigen Helfer beim Flammkuchen backen im Akkord. Denn wenn das Wetter gut ist, wird die Besucherzahl schnell vierstellig. Der Andrang ist überall an den Ständen groß. Deswegen umso charmanter: Um den Besuchern die Wartezeit in den langen Schlangen ein wenig zu versüßen, werden sie zwischendurch mit Weingummi und Lakritze versorgt. „Beim Backfest erkennt man an jeder Ecke die Liebe zu Detail – das ist großartig“, lobt ein Besucher.

Beim Backfest macht’s die Mischung. Und jedes Mal gibt es ein anderes Motto, das das Fest begleitet. Dieses Mal war es „Kraut und Rüben“. Eine ältere Dame hat den süßlichen Duft schon von weitem gerochen: „Hier wird doch Zuckerrübensirup gekocht, oder?“ fragt sie und tritt etwas näher zu Dieter Thimm, der geduldig in einem großen Bottich rührt.

Sie sei 1945 geboren, erzählt die Backfest-Besucherin, und nach dem Krieg hätte man nicht viel gehabt. „So ein Topf hat bei uns in der Diele gestanden und fürs Helfen bekamen wir Kinder eine Salmiakstange“, erinnert sich die Gehrdenerin. Stundenlang muss der Rübensaft gerührt werden, bis er eingedickt ist. Es ist eine Heidenarbeit. Aus 100 Kilogramm Rüben bekäme man etwa 15 Liter Stips, weiß Thimm. Die Rüben fürs Backfest durfte sich der Verein vom Acker neben dem Backhaus holen. Über das Grünzeug, das vor der Verarbeitung abgeschnitten wurde, haben sich die Ziegen gefreut.

 

Von Jennifer Krebs

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