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Region Barsinghausen Nachrichten Gute Auftragslage bei Bahlsen
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19:38 18.09.2013
Rundgang: Werner Michael Bahlsen (links) und Werkleiter Karl Reichstein (Mitte) erläutern Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil die Produktionsabläufe im größten Bahlsen-Werk in Barsinghausen. Quelle: Andreas Kannegießer
Barsinghausen

Nur mithilfe von rund 90 Saisonkräften konnte laut Reichstein das Arbeitspensum in den vergangenen Monaten bewältigt werden. „Mit einigen dieser Mitarbeiter haben wir die Verträge schon verlängert“, sagte der Werkleiter. Bahlsen legt zurzeit einen Schwerpunkt auf die Erschließung neuer Auslandsmärkte wie etwa China und Dubai. „In Deutschland stagniert der Markt. Das Wachstum findet außerhalb Deutschlands statt“, sagte Firmeninhaber Werner Michael Bahlsen gestern bei einem Besuch von Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil im Barsinghäuser Werk. Der Standort am Deister profitiert in diesem Jahr auch von der guten Nachfrage nach Traditionsprodukten. „Die Waffelröllchen etwa laufen extrem gut“, sagte Reichstein. Zeitweise habe sogar sonntags gearbeitet werden müssen, um die Nachfrage erfüllen zu können.

Wie Bahlsen und Reichstein dem Gast berichteten, ist die Produktivität im Barsinghäuser Werk in den vergangenen fünf Jahren um rund 30 Prozent gesteigert worden. Wesentlichen Anteil daran hatte die 45-Millionen-Euro-Investition zur Modernisierung des Barsinghäuser Werks. Daneben gibt es seit zehn Jahren einen kontinuierlichen internen Verbesserungsprozess, in den alle Mitarbeiter eingebunden sind. „Die Organisation ist immer in Bewegung“, sagte Bahlsen. Auch für die Zukunft strebe das Unternehmen deutliche Steigerungsraten bei der Produktivität an. „Drei bis fünf Prozent pro Jahr wollen wir schaffen“, sagte der Firmenchef. Weil zeigte sich davon beeindruckt: „Das neue Denken ist spannend.“ Er nehme „viele Anregungen“ mit, auch für den eigenen Arbeitsbereich.

Bahlsen kritisiert Steuerpläne

Beim Besuch von Ministerpräsident Stephan Weil im Barsinghäuser Bahlsen-Werk ist noch einmal deutlich geworden, wie knapp der Standort vor fünf Jahren an einer Schließung vorbeigeschrammt ist. „Wir hatten eine komplette Planung für einen Neubau auf der grünen Wiese“, sagte Firmeninhaber Werner Michael Bahlsen. Zudem habe es hohe Subventionsangebote gegeben – etwa aus Mecklenburg-Vorpommern. Letztlich sei die Entscheidung aber zugunsten der Werksmodernisierung gefallen. „Das entscheidende Kriterium war das Know how unserer Mitarbeiter. Die hätten wir sonst verloren“, sagte Bahlsen. Der Firmenchef nutzte den Besuch des Ministerpräsidenten, um seine Bedenken zu rot-grünen Plänen für Steuererhöhungen vorzutragen. Würden die am weitesten reichenden Grünen-Pläne umgesetzt, stiege die Gesamtsteuerquote für sein Unternehmen von 36 auf 60 Prozent, rechnete Bahlsen vor. „Unsere Investitionen müssten um 2,5 Millionen Euro jährlich sinken.“ Weil betonte, dass es Lösungen für mittelständische Unternehmen geben solle. „So lange das nicht klar ist, wird es keine Erhöhungen geben“, versprach er.
Andreas Kannegießer

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