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Nachrichten Kunst aus Eisen und Holz im Garten Pristin
Region Barsinghausen Nachrichten Kunst aus Eisen und Holz im Garten Pristin
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00:15 29.08.2018
Noch bis zum 21. Oktober sind die Werke von Christoph Zdzuj und Claus Wettermann im Garten Pristin zu sehen. Quelle: privat
Groß Munzel

Planken von Schiffswracks, Teile von Baumstämmen und Eisen vom Schrottplatz – all das bildet das Ausgangsmaterial der Skulpturen, die derzeit im Garten Pristin zu sehen sind. Nach der erfolgreichen Kooperation bei der Ausstellung von Waldemar Otto laden der Kunstverein Barsinghausen und der Garten Pristin derzeit zur Ausstellung „Im Garten II: Holz und Eisen“ ein. Seit Freitag können Besucher inmitten der parkähnlichen Gartenanlage Skulpturen von Claus Wettermann (Augustgroden) und Plastiken von Christoph Zdzuj (Barsinghausen) sehen.

Das Konzept, bildende Kunst, Gartenkunst und Musik zu verbinden, geht auf: Auch bei der zweiten Kooperation von Kunstverein und Garten Pristin strömten am Freitagabend rund 160 Besucher in den 4500 Quadratmeter großen Garten, um bei der Vernissage dabei zu sein. Die passende Musik lieferte Alexander’s Ragtime Band.Die Musiker spielten nicht nur am Anfang und zwischen den Reden, sondern begleitete die Besucher noch lange in den Abend beim Schlendern durch den Garten und beim Betrachten der Kunst.

In Form, Farbe und Material bilden die Werke der beiden Künstler einen reizvollen Kontrast zur üppigen Vegetation der Gartenanlage. Während Holz – unter anderem solches, das lange versunken im Uferbereich der Unterweser lag, und durch den Schlick eine gekerbte Struktur und dunkle Tönung erhielt – das Ausgangsmaterial der Skulpturen von Claus Wettermann bilden, gestaltet der Barsinghäuser Künstler Christoph Zdzuj seine Plastiken aus Eisen vom Schrottplatz. „Die Werke beider Künstler haben hohen erzählerischen Charakter, zumal das Material schon eine Vorgeschichte hat“, sagte Kulturwissenschaftler Thomas Kaestle bei de Einführung. Beide zeigten laut ihm Kunstwerke, die um ihrer selbst willen dort stehen, die nicht figürlich sind, nicht abstrahiert sind, sondern reine Formensprache und so den Betrachter auffordern.

„Wir hoffen, dass die Herbstausstellung genauso erfolgreich wird, wie die Ausstellung mit Waldemar Ottos Bronzeskulpturen“, sagte Alexandra Pristin bei der Vernissage. Und der Andrang lässt vermuten, dass die Zusammenarbeit auch dieses Mal wieder zahlreiche Kunstbegeisterte anlocken wird. „Wir waren erneut überwältigt“, sagt Pristin. Unter den 150 Vernissage-Besuchern seien viele bekannte Gesichter gewesen, die bereits die erste Ausstellung gesehen haben. Es waren aber auch neue Besucher da, die sich besonders für die abstrakte Kunst der beiden Künstler interessiert haben. „Wir sind froh, dass wir dank der Zusammenarbeit die Heimatlosigkeit des Kunstvereins überbrücken können“, bedankte sich Kunstvereinsvorsitzender Carsten Hettwer bei dem Ehepaar Pristin. Der Kunstverein hatte das Angebot zur Zusammenarbeit gern angenommen, auch deshalb, weil derzeit geeignete Ausstellungsräume in Barsinghausen fehlen. „Das Konzept Kunst im Garten verbindet bestens übergreifend die bildende Kunst mit Gartenkunst und musikalischer Kunst – ganz im Sinne des Kunstvereins“, sagte Hettwer.

Die zweite Ausstellung des Kunstvereins Barsinghausen in Kooperation mit dem Garten Pristin läuft bis zum 21. Oktober und endet mit einem Künstlergespräch. Am Donnerstag, 6. September, wird zudem eine Führung durch die Ausstellung angeboten. Beginn ist um 19 Uhr. Die Ausstellung kann nach Anmeldung unter (05035) 2368 sowie im Rahmen der offenen Pforte am 22. und 23. September besucht werden.

Wem das noch nicht genug Kunst ist: Der Kunstverein hat im City Center eine neue „Galerie Intermezzo“ eingerichtet. Dort werden kleinere Werke der beiden Künstler und Werke verschiedener anderer Künstler gezeigt, die in den letzten 10 Jahren ausgestellt haben.

Von Lisa Malecha

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