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Region Barsinghausen Nachrichten Siedler-Frauen stricken für guten Zweck
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00:17 11.02.2018
Die fünfjährige Emma und der neunjährige Nilo zeigen den Umschlag mit der Geldspende für die Kinderbude. Quelle: Frank Hermann
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Barsinghausen

 Vom Geschick mehrerer Barsinghäuser Siedler-Frauen im Umgang mit Stricknadel und Wolle profitieren immer mehr soziale Einrichtungen: Die vor einem Jahr gegründete Handarbeitsgruppe hat 2017 bereits zwei Krankenhäuser unterstützt und am Mittwoch eine Spende von 427,60 Euro an die private Kinderbude aus Barsinghausen überreicht.

Das Geld stammt aus dem Verkaufserlös selbst gestrickter Strümpfe und Mützen während des Adventsfeuers auf dem Siedlerplatz im Dezember sowie während der jüngsten Siedlerversammlung vor wenigen Wochen. „Für uns stand von vornherein fest, die Einnahmen als Spende an die Kinderbude weiter zu geben. Denn die Kinderbude ist ein wichtiger Teil unserer Siedlung“, erläuterte Petra Mehnert von der Strickgruppe. 

Einmal im Monat treffen sich rund zwölf Siedler-Frauen zum gemeinsamen Stricken und Häkeln im Vereinshaus auf dem Siedlerplatz. „Wir haben das Handarbeiten als Hobby wiederentdeckt. Bei Kaffee und Kuchen gibt es außerdem immer viel zu erzählen“, sagte Mehnert.

Hauptsächlich Kindersachen entstehen bei den gemütlichen Strickrunden: Strümpfe, Mützen, Schals und ähnliche Dinge. Ihre Handarbeiten haben die Frauen im vergangenen Jahr an die Babystation des Klinikums Robert Koch Gehrden verschenkt. Kurze Zeit später übergab die Gruppe zudem mehr als 100 Paar Kinderstrümpfe an die Medizinische Hochschule Hannover (MHH).

„Mit unseren Stricksachen wollen wir etwas Gutes tun. Nach den beiden Krankenhäusern war nun die Kinderbude aus unserer Siedlung an der Reihe“, betonte Petra Mehnert bei der Spendenübergabe an Axel Frey und Sabrina Jahr, Vorsitzender und Stellvertreterin des privaten Trägervereins.

Von der Geldspende über genau 427,60 Euro will die Kinderbude laut Frey mehrere Outdoor-Spielsachen für die 30 Kindergartenkinder kaufen. „Jeden Montag unternehmen wir Ausflüge mit den Jungen und Mädchen zu Spielplätzen in der Umgebung. Da können wir die Spielsachen sehr gut gebrauchen“, erklärte Axel Frey.

Ohnehin sei die private Elterninitiative stets auf finanzielle Unterstützung angewiesen. So plane der Verein für 2018 weitere Sanierungsarbeiten am Haus der Kinderbude. 

Die Siedler-Frauen haben sich bereits ein neues Ziel gesetzt -- und stricken derzeit für die Kinderhilfe Ukraine. „Der Verein will die Sachen für einen Kindergarten und ein Waisenhaus in die ukrainische Partnerstadt Kovel bringen“, kündigte Petra Mehnert an.

Von Frank Hermann

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