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Region Barsinghausen Nachrichten Statt einer Erntekrone gibt es viele kleine Sträußchen
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00:17 10.10.2018
Tristan (11, von links)), Pastor Martin Funke, Anna-Lena (13), Charlotte und Nina (beide 11) freuen sich über die Erntegaben. Quelle: Heidi Rabenhorst
Everloh

Rund um das Dorfgemeinschaftshaus haben Everloher Bürger und Gäste am Sonntag ein großes Erntedankfest gefeiert. Ausrichter war die Sportgemeinschaft Everloh-Ditterke. Statt der traditionellen Erntekrone verteilten die Damen der Gymnastiksparte des ausrichtenden Sportvereins aus Lavendel und Ähren gebundene Sträußchen an die Besucher.

Das Erntedankfest in Everloh ist zwar eine alljährliche Traditionsveranstaltung – das Programm ist aber deshalb noch lange nicht vorhersehbar. „Die Ausrichtung übernehmen im Wechsel die Feuerwehr, der Tennisclub und wir von der SG Everloh-Ditterke“, erläuterte der Sportvereinsvorsitzende und damit auch diesjährige Organisationschef Wilfried Quaß.

Die Idee, nicht auf dem Gut Erichshof, sondern in der Dorfmitte zu feiern, hat sich bewährt. „Nachdem bei unserem letzten Fest die meisten Besucher schon nach dem Gottesdienst nach Hause gegangen sind, haben wir uns dazu entschlossen, diesmal hier zu feiern“, sagte Quaß. Nicht nur der Weg für die Besucher, sondern auch der Arbeitsaufwand für den Verein ist geringer“, betonte der Vorsitzende. Und er sollte Recht behalten. Gleich nach dem Gottesdienst mit Pastor Martin Funke in der mit rund 50 Besuchern gefüllten Kapelle, füllte sich der Platz rund um das Dorfgemeinschaftshaus. Nicht nur Everloher, sondern auch Bürger aus den umliegenden Ortschaften feierten mit. Und auch die Premiere, statt der Erntekrone erstmals an alle Gäste kleine Sträußchen zu verteilen, kam richtig gut an.

In den Mittelpunkt des Gottesdienstes in der 140 Jahre alten Kapelle hatte Pastor Martin Funke zuvor das Motto Dankbarkeit gestellt. „Überall hört man Lehren und Philosophien, was man essen, was man einkaufen soll und was nicht“, sagte Funke zu Beginn. Im ersten Thimoteusbrief stehe dazu ein Satz, der zumindest auf das erste Hören eine eindeutige Antwort zu geben scheint. „Alles was Gott erschaffen hat, ist gut. Und nichts ist verwerflich, was mit Danksagung empfangen wird. Denn es wird geheiligt durch das Wort Gottes und Gebet“, heißt es dort unter anderem. Wenn das nicht eine befreiende Botschaft sei, meinte Funke. Es sei egal, was die Menschen äßen. Hauptsache, sie dankten Gott dafür. „Eine religiöse Vorschrift, was wir essen dürfen, gibt es bei Gott nicht. Wir dürfen alles essen. Punkt aus. Amen. Halleluja!“, stellte Funke in den Raum. Religiöse Essensvorschriften gebe es in der evangelischen Freiheit nicht, aber Konsequenzen wohl, die jeder in seiner persönlichen Danksagung zu Gott ziehen und Dankbarkeit ihm gegenüber auch zeigen solle. Eindringlich forderte Funke die Besucher auf, Verantwortungsgefühl und Dankbarkeit zu zeigen. „Mensch, sei dankbar und schätze, was Gott dir täglich gibt. Es ist wert, dass du es beachtest. Es ist wert, dass du etwas dafür gibst - ja, auch Geld“, betonte er.

Die von Everloher Mädchen und Jungen aus dem Kindergottesdienst-Team im Vorfeld eingesammelten Lebensmittelspenden kommen der Gehrdener Tafel zugute. Nach dem Gottesdienst verlagerte sich das Geschehen schnell ins Freie. Dort stärkten sich die Besucher mit Gegrilltem, Kuchen und Suppe und lauschten den musikalischen Darbietungen der Schützenkapelle Gehrden. Das Ergebnis des Preisschießens um den Everloher Volkskönig stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest.

Von Heidi Rabenhorst

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