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Eine Lampe zum Leuchten bringen, wenn man gegen ein Windrad pustet oder einen Propellerr durch Licht zum laufen bringen: Die Jungen und Mädchen der Kita Barsinghausen freuen sich über die Energiekiste.

Eine Lampe zum Leuchten bringen, wenn man gegen ein Windrad pustet oder einen Propellerr durch Licht zum laufen bringen: Die Jungen und Mädchen der Kita Barsinghausen freuen sich über die Energiekiste.
© Malecha

Barsinghausen

Energiesparen fängt bei den Kleinen an

Kann man mit Licht Strom erzeugen? Und wie funktioniert das überhaupt? Bei der Aktion „Stromsparen an  Kitas“ wird Kindern spielerisch vermittelt, welche Energiequellen es gibt, und wie sie Strom sparen können.

Barsinghausen.  Neugierig schauen die Jungen und Mädchen auf den kleinen Hubschrauber, der auf dem  Tisch der Kita Barsinghausen steht. Einer der Jungen nimmt eine Taschenlampe, richtet den Lichtkegel auf den Helikopter und der Propeller fängt prompt an sich zu drehen. „Und was passiert wohl, wenn du das Licht weiter weg hältst?“, fragt Klimaschutzmanager Enrico Stöhr. Die Kinder probieren es aus – und schon hört der Propeller wieder auf, sich zu drehen, denn er ist solarbetrieben. Was das heißen soll und wie man, außer mit Licht, noch Strom erzeugen kann, das wird den Kindern der städtischen Kitas ab sofort spielerisch beigebracht.

Nicht nur die Taschenlampe und der Hubschrauben auch solarbetriebene Krabbeltiere und Autos und Kinderbücher  sind in den „Energekisten“, die allen städtischen Kindertagesstätten im Rahmen der Aktion „Stromsparen an Kitas“ übergeben wurden. „Nichts ist besser, als den Kindern schon so früh wie möglich ein Bewusstsein für den  Umgang mit Energie zu vermitteln“, lobte Erster Stadtrat Thomas Wolf das Projekt. 

Es ist bereits der zweite Teil der Aktion – im Vorfeld hatte schon eine Expertin der gemeinnützigen Klimaschutzagentur die Kitas der Deisterstadt bei „Energierundgängen“ insbesondere hinsichtlich des Stromverbrauchs untersucht, Einsparpotenziale identifiziert und Handlungsempfehlungen zusammengestellt. „Dabei wurde vor allem festgestellt, dass in den Einrichtungen durch systematische Umrüstung auf LED-Lampen und bei den großen Haushaltselektrogeräten Energie gespart werden kann“, sagt Stöhr. Und die Erzieher nehmen sogar einige nützliche Tipps für den Alltag mit. „Ich wusste zum Beispiel nicht, dass Kurzprogramme bei der Waschmaschine mehr Energie verbrauchen als die langen“, sagt Silke Möller, Leiterin der Kita Barsinghausen. 

Die Klimaschutzagentur finanziert die „Aktion Stromsparen in Kitas“ mit Unterstützung des Netzbetreibers Avacon, um die Stadt Barsinghausen in ihrem Klimaschutzengagement zu bestärken. Eine zusätzliche Überraschung bescherte Klimaschutzmanager Stöhr den Kindern: Durch die Förderung der Nationalen  Klimaschutzinitiative kommt auch noch der Energiezauberer Baldur die Kitas besuchen.

Zu Hause Strom sparen

Gemeinsam mit der Stadt Barsinghausen bietet die gemeinnützige Klimaschutzagentur Region Hannover unter dem Titel “Watt runterschalten“ kostenlose Strom-Effizienz-Checks an. Erfahrene, unabhängige Berater kommen im Auftrag der Agentur in die Haushalte, um bisher unentdeckte Stromfresser zu enttarnen. Dabei geht es nicht um Verzicht, sondern um einen effizienteren Umgang mit Energie. „In vielen Haushalten kann mit kleinen Mitteln Einiges erreicht werden“, sagt Enrico Stöhr, Klimaschutzmanager der Stadt Barsinghausen. „Wer die Beratung nutzt, spart schnell bis zu 100 Euro im Jahr.“ Zu jedem Check gehört, dass die Haushalte individuell und kostenlos erste Soforthilfen wie LEDs oder schaltbare Steckerleisten als Einstieg in die Optimierung ihres Stromverbrauchs erhalten. Noch bis zum 15. Dezember können sich Interessierte unter Telefon (0511) 22 00 22 88 oder online  für die einstündigen Beratungen anmelden. Die Aktionswochen werden finanziert von der Region Hannover und der Avacon AG sowie dem enercity-Fonds proKlima.

Von Lisa Malecha


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Barsinghausen ist ...

  • ... eine idyllisch gelegene Kleinstadt am Deister mit 18 Ortsteilen und mehr als 33.000 Einwohnern.
  • ... bekannt für seine Bergbautradition.
  • ... Heimat des Niedersächsischen Fußballverbands - und mit dem Sporthotel oft Gastgeber für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft.
  • ... Ausgangspunkt für Tagesausflüge in den Deister (hier klicken für Ausflugstipps)
  • ... ein Traum für Radfahrer: 70 Kilometer Radwege gibt es, darunter auch der Deisterkreisel.
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