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Nachrichten Stadtverwaltung gibt Feldwege frei
Region Barsinghausen Nachrichten Stadtverwaltung gibt Feldwege frei
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17:45 11.07.2018
Der Bahnübergang am Rottkampweg in der Feldmark wird in den nächsten Wochen für den innerörtlichen Umleitungsverkehr freigegeben. Zeitweise müssen aber die Bahnübergänge an der Nienstedter Straße und am Rottkampweg zeitgleich gesperrt werden. Dann wird der Verkehr über Feldwege umgeleitet. Quelle: Andreas Kannegießer
Egestorf

Die Bewohner von Egestorf können aufatmen: Wenn die Bahnübergänge an der Nienstedter Straße und am Rottkampweg im Zuge der umfangreichen Bahnbauarbeiten in den nächsten Wochen gesperrt werden, wird die Stadtverwaltung Ausweichrouten über Feldwege freigeben. So wird vermieden, dass die Anlieger der Straßen südlich der S-Bahn-Trasse vom Stadtgebiet abgehängt werden. Die Folge wären weite Umwege für die Betroffenen von bis zu 30 Kilometer Länge gewesen, um Supermärkte und Ärzte im nördlichen Teil von Egestorf oder auch den Bahnhof mit dem Auto zu erreichen.

Die Aussicht auf die gewaltigen Umwege hatte in den vergangenen Tagen in Egestorf für erhebliche Unruhe und Ärger gesorgt. Dutzende Bürger hatten – unter anderem auf der Facebookseite der HAZ – ihr Unverständnis über die Planungen der Deutschen Bahn ausgedrückt. Hinter den Kulissen hat die Stadtverwaltung in Konsultationen mit der Bahn nach einer Lösung gesucht. Am Mittwoch war der Projektleiter der Bahn zu abschließenden Gesprächen im Rathaus zu Gast. Den Wunsch der Stadtverwaltung, auf die gleichzeitige Sperrung der Bahnübergänge an der Nienstedter Straße und am Rottkampweg ganz zu verzichten, kann die Deutsche Bahn aus technischen Gründen nicht erfüllen. Dennoch ist nun eine Lösung gefunden worden, die aus Sicht von Bürgermeister Marc Lahmann die Interesse der Egestorfer Bürger umfassend berücksichtigt.

Demnach ist der Zeitraum der gleichzeitigen Vollsperrung beider Bahnübergänge verkürzt und vorwiegend auf die Nachtstunden konzentriert worden. Die Übergänge sind nach Mitteilung der Stadtverwaltung von Sonntag, 15. Juli, 15 Uhr, bis Montag, 16. Juli, 18 Uhr, und von Dienstag, 17. Juli, 22 Uhr, bis Mittwoch, 18. Juli, um 5 Uhr morgens gesperrt. In diesem Zeitraum dürfen Anlieger in Richtung Kirchdorf über den Feldweg in der Verlängerung des Wellenkamps fahren. Die dort jetzt vorhandenen Sperrpoller werden laut Stadtverwaltung entfernt. Der Verkehr in der Gegenrichtung wird über die Einsteinstraße und Feldwege in Richtung Waldapotheke und Bahntrasse auf die Verlängerung der Waldstraße geführt. Aufgrund der Breite der Feldwege sei Begegnungsverkehr nicht möglich, deshalb werde eine Einbahnstraßenregelung ausgeschildert, erläutert Lahmann. Zudem dürfen nur Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen Gesamtgewicht die Umleitungsstrecke nutzen. Der Bürgermeister betont zudem, dass diese Regelung lediglich für Anlieger aus Egestorf gelte. „Wer aus Nienstedt kommt, muss die ausgeschilderte Umleitung um den Deister herum nehmen“, betont der Bürgermeister.

Weniger Probleme bereitet es den Verkehrsplanern, wenn während der rund dreiwöchigen Bauarbeiten der Bahnübergang an der Nienstedter Straße zeitweise alleine gesperrt werden muss. In diesem Fall werde der Anliegerverkehr über den ansonsten für Autos gesperrten Bahnübergang am Rottkampweg umgeleitet, kündigt die Verwaltung an.

„Für mich war klar, dass wir eine Lösung für die Anlieger finden mussten“, betont Lahmann. Er kritisiert die Deutsche Bahn, die erst am 26. Juni die Stadtverwaltung erstmals über das große Bauprojekt informiert habe. Die mit der gleichzeitigen Sperrung der Bahnübergänge drohenden Probleme sind erst in den vergangenen Tagen deutlich geworden. „Ich kann nicht verstehen, dass solche Informationen so spät kommen“, sagt der Bürgermeister. Die Lösung mit der Freigabe der Feldwege sei nur deshalb so schnell zu finden gewesen, weil die Wege Eigentum der Stadt Barsinghausen seien.

Von Andreas Kannegießer

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