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Region Barsinghausen Nachrichten Fachpersonal fehlt: Container werden abgebaut
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00:16 24.12.2017
Die Wohncontainer für bis zu 20 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge werden im Januar abgebaut. Quelle: Frank Hermann
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Barsinghausen

 Für die provisorischen Wohncontainer auf dem Gelände des regionseigenen Kinder- und Jugendheimes Am Waldhof kommt nach dem Jahreswechsel das endgültige Aus. Weil qualifiziertes Fachpersonal zur pädagogischen Betreuung fehlt, stehen die Container für bis zu 20 unbegleitete minderjährige Ausländer bereits seit August 2016 leer. Besserung  bei der personellen Ausstattung ist nach Angaben von Heimleiter Dietmar Bolte nicht in Sicht.

„Im Januar werden die Wohncontainer abgebaut, denn die Unterkünfte kosten viel Geld. Uns fehlen die Leute, um minderjährige Füchtlinge in den Containern zu betreuen“, erläutert Bolte. 

Der Arbeitsmarkt für Sozialpädagogen und Sozialarbeiter sei nahezu leergefegt. Vor zwei Jahren hatte das Kinder- und Jugendheim etwa 60 bis 70 Beschäftigte, mittlerweile seien es rund 160 Beschäftigte an den beiden Standorten am Waldhof sowie in der Außenstelle der Nachbarstadt Wunstorf. Dort betreue das Heim derzeit 32 minderjährige Flüchtlinge in vier Gruppen.

„Viele bewährte Kräfte mussten wir aus Barsinghausen nach Wunstorf abgeben. In der Folgezeit haben wir hart gerungen, um unsere Aufgaben hier am Waldhof mit neuem Personal bewerkstelligen zu können“, betont der Heimleiter. 

Mehrere neue Mitarbeiter haben den Waldhof laut Bolte wieder verlassen, weil sie sich ihren Aufgaben nicht gewachsen fühlten: „Unser Personal muss mitunter sehr widerstandsfähig sein und eine sehr gute Beziehungsarbeit mit den Kindern und Jugendlichen leisten können“.

Nahezu reibungslos funktioniere die Integration minderjähriger Flüchtlinge in die normalen Wohngruppen.  Im Zusammenleben der deutschen und zugewanderten Jugendlichen gibt es nach Angaben des Heimleiters keine Vorbehalte und Ablehnungen. Derzeit leben sechs junge Ausländer in den Waldhof-Gruppen, hinzu kommen eine wechselnde Anzahl in der Aufnahmegruppe.

Drei minderjährige Flüchtlinge aus Afghanistan sowie ein junger Pole und zwei deutsche Jugendliche mit nigerianischen Wurzeln wohnen  derzeit mit vier weiteren Jugendlichen in der Wohngruppe des Haues 3 -- der langjährigen Patengruppe der Regions-FDP. Seit mehr als 35 Jahren gehört es zur Tradition der Partei, die Patengruppe bei einem Besuch während der Adventszeit zu beschenken.

„Diesen schönen Brauch behalten wir bei und verbringen gemeinsam mit den Jugendlichen eine schöne Feierrunde bei Kaffee, Kuchen, Gebäck und lockeren Gesprächen“, erklärte Christiane Hinze, Vorsitzende der FDP-Regionsfraktion beim Besuch am Mittwoch.

Von Frank Hermann

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