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Region Barsinghausen Nachrichten Das war das Stadtfest aus polizeilicher Sicht
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13:53 27.08.2018
Weil einige Menschen nicht friedlich feiern konnten, musste die Polizei während des Stadtfests ausrücken. Quelle: dpa
Barsinghausen

Während der Großteil der Besucher friedlich feierte, kam es auch in diesem Jahr wieder zu Schlägereien, sexuellen Belästigungen und weiteren Straftaten. Die Polizei hatte während des Stadtfests alle Hände voll zu tun. Vor allem wegen gefährlichen Körperverletzungen mussten die Polizisten zu späterer Stunde immer wieder ausrücken, häufig war bei den Beteiligt Alkohol im Spiel. Allerdings, so betont die Polizei, sei die Anzahl der Straftaten mit denen der Vorjahre zu vergleichen und die Entwicklung aus ihrer Sicht nicht besorgniserregend. „Was es nicht besser macht, dass so viel passiert ist“, sagt Joachim Eickmeyer, Leiter des Kriminal- und Ermittlungsdienstes (KED). Für einige Straftaten werden Zeugen gesucht. Weiterhin gab es auch einige Diebstähle sowie auch einige Ordnungswidrigkeiten.

Zur ersten Körperverletzung rückten die Beamten am Freitagabend gegen 23 Uhr aus. Ein 29-Jähriger hatte gleich vier Menschen ins Gesicht geschlagen. Die Polizei konnte den Beschuldigten ermitteln. Gegen 23.25 Uhr kam es laut Polizei dann zu einer gefährlichen Körperverletzung, als ein Mann beim Tanzen eine Frau auf der „Mallorcaparty“ berührte. Der Freund der Frau ging dazwischen und wurde von dem Beschuldigten und einem weiteren Mann geschlagen. Als das Opfer fiel, traten die beiden Täter dem auf dem Boden liegenden gegen den Kopf. Zeugen des Vorfalls werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

Gruppe prügelt auf zwei Hannoveraner ein

Mit Pfefferspray musste die Polizei am zweiten Stadtfesttag gegen 0.30 Uhr gegen eine Gruppe von Jugendlichen vorgehen. Diese hatten sich im Bereich des Autoscooters mit einer Gruppe von Schaustellern gestritten. Grund war, dass die Jugendlichen gegen das Fahrgeschäft uriniert haben sollen. Es kam zu einer Schlägerei. Unter anderem wurden Glasflaschen auch in Richtung der Einsatzkräfte geworfen. Für die vor Ort eingesetzten Polizeibeamten war die Situation sehr unübersichtlich. Die jugendlichen Personen waren laut der Polizei äußerst renitent und mussten in der Folge gefesselt werden. Zur Trennung der Beteiligten musste sofort Pfefferspray eingesetzt werden. Zwei Jugendliche wurden in Obhut genommen und eine Person ins Krankenhaus gebracht werden.

Gegen 1:45 Uhr kam es dann an der Osterstraße in Höhe einer Gaststätte zu der nächsten gefährlichen Körperverletzung. Eine Gruppe von etwa zehn Menschen soll gemeinsam grundlos auf einen 24-jährigen und einen 23-jährigen Hannoveraner eingeschlagen und eingetreten haben. Die erheblich alkoholisierten Opfer konnten die Täter nur vage beschreiben (schwarze Haare, mutmaßlich nicht deutscher Herkunft). Die Opfer wurden durch den ASB erstmedizinisch versorgt. Ein Strafverfahren wurde eingeleitet. Zeugen des Vorfalls werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

Zwei Fälle von sexuellen Belästigungen

Zudem konnte die Polizei einen Mann festnehmen, der eine 34-Jährige in der Nacht von Freitag auf Sonnabend sexuell belästigt hat. Die Frau war gegen 2.50 Uhr auf dem Nachhauseweg, als der Täter sie unter der Bahnunterführung am Bahnhof in Höhe des Kaufland angegriffen wurde. Der Mann packte sie von hinten am Hals und an ihren Hintern. Die Frau konnte sich aus der Umklammerung befreien und den Notruf wählen. Da sie den Täter sehr gut beschreiben konnte, wurde der 59-jährige Beschuldigte schnell gefunden und festgenommen. Gegen ihn wurde ein Verfahren wegen sexueller Belästigung eingeleitet. Im Anschluss aus den polizeilichen Maßnahmen wurde der Täter zunächst wieder entlassen.

In der Nacht zu Sonntag kam es erneut zu einer sexuellen Belästigung, als eine 26- Jährige aus Barsinghausen gegen 0:20 Uhr ihre Notdurft im Gebüsch im Bereich des Ziegenteiches verrichten wollte. Diese Lage nutzte ein 55-jähriger Barsinghäuser schamlos aus, indem er sich dem Opfer von hinten nährte und ihr an das entblößte Gesäß fasste. Der alkoholisierte Beschuldigte wurde durch Zeugen festgehalten und an die Beamten übergeben. Da der Beschuldigte bis dato strafrechtlich nicht in Erscheinung getreten war und einen festen Wohnsitz hat, wurde er nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen entlassen. Ein Strafverfahren wurde eingeleitet.

Von Lisa Malecha

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