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Region Barsinghausen Nachrichten Teure Brücken: Stadt wird hohe Kosten akzeptieren
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16:20 19.02.2019
Unscheinbar, aber extrem teuer: Der Neubau der maroden Brücke über das Bantorfer Wasser in Wichtringhausen wird etwa 575.000 Euro kosten. Quelle: Archiv (Kannegießer)
Barsinghausen

Politik und Verwaltung in Barsinghausen sehen keine andere Möglichkeit, als die erheblichen Kostensteigerungen beim Bau zweier kleinerer Brücken im Stadtgebiet zu akzeptieren. Nachdem der Rat in seiner jüngsten Sitzung zugestimmt hat, steht nun fest, dass die Stadt für die Erneuerung der Brücke über das Bantorfer Wasser in Wichtringhausen rund 575.000 Euro ausgeben darf. Das ist doppelt so viel wie bei ersten Berechnungen vor zwei Jahren kalkuliert worden war. Die Erneuerung des sogenannten Durchlasses für den Bullerbach auf dem Fahrweg zum Naturfreundehaus darf laut Ratsvotum 170.000 Euro kosten, rund 70 Prozent mehr als ursprünglich vorgesehen.

Nicht nur Politiker empfinden die gewaltigen Kosten für die vergleichsweise kleinen Brückenbauwerke als atemberaubend. Auch aus den Reihen der Bürger hatte es in den vergangenen Wochen kritische Kommentare und sogar Vorschläge für mögliche Kosteneinsparungen gegeben. So hatte ein in der Stahlindustrie in führender Position beschäftigter Hohenbosteler der Stadt vorgeschlagen, beim Brückenbau statt auf Betonfertigteile auf mutmaßlich viel kostengünstigere Stahlrohre zu setzen und sogar Beschaffungswege aufgezeigt.

Die Stadtverwaltung blieb allerdings skeptisch und mochte sich auf alternative Bauvarianten lieber nicht einlassen. Entscheidender Grund für die hohen Preise sei die derzeitige Marktlage, schrieb Tiefbau-Fachdienstleiter Michael Dettmann dem Hohenbosteler in einer Stellungnahme. Bei Ausschreibungen gebe es meist nur zwei oder drei Bieter. Die meisten Firmen seien sehr gut mit Aufträgen ausgelastet und hätten häufig gar keine Kapazitäten, weitere Aufträge abzuarbeiten. „Das ist nach meiner Auffassung der Hauptgrund für die hohen Preise im Brückenbau“, erläuterte Dettmann in dem Schreiben.

Sehr viel teurer als zunächst erhofft wird für die Stadt auch der Bau einer Fußwegeverbindung auf der Nordseite der Berliner Straße. Das Projekt, das die Ratsfraktionen mit höchster Priorität umgesetzt sehen möchten, wird laut Berechnungen der Verwaltung 360.000 Euro kosten. Das Geld ist im zweiten Nachtragsetat für 2019 finanziert.

Von Andreas Kannegießer

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