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Region Barsinghausen Nachrichten Neues Tourismusbüro im Zechengebäude?
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00:36 17.06.2018
Im alten Zechengebäude mit Waschkaue und Zechensaal sollen künftig auch Besucher der Stadt Barsinghausen einen Anlaufpunkt für Informationen und Ansprechpartner finden. Quelle: Andreas Kannegießer
Barsinghausen

In der Debatte um die Zukunft der Gästeinformation und der Betreuung von Touristen in der Deisterstadt zeichnet sich eine einvernehmliche Lösung ab. Künftig soll die Alte Zeche GmbH dabei eine wichtige Rolle spielen: Die gemeinnützige Trägergesellschaft des Besucherbergwerks hat angeboten, in ihrem Büro auf dem Zechengelände einen ständigen Anlaufpunkt für Touristen einzurichten. „Wir haben die räumlichen Möglichkeiten und die Infrastruktur im Zechengebäude“, sagte Alte Zeche-Geschäftsführer Thomas Schmidt am Mittwochabend in der Sitzung des städtischen Finanz- und Wirtschaftsausschusses.

Auf dem Zechengelände könnte somit ein leistungsfähiger Ersatz für das Tourismusbüro entstehen, das der Verein Tourismus Barsinghausen im vergangenen Jahr aus Kostengründen schließen musste. Seither sollen die Bediensteten am Fahrkartenschalter im ASB-Bahnhof Besucher der Stadt persönlich oder am Telefon mit touristischen Informationen versorgen. Die Praktiker des Tourismusvereins sind mit dieser Lösung bisher allerdings nicht zufrieden. Das vermehrte Engagement der Alten Zeche hingegen wird von allen Beteiligten ausnahmslos begrüßt.

„Wir haben zwei Arbeitsplätze in unserem Büro und bei Bedarf einen weiteren im Museum“, erläuterte Schmidt. Hinzu komme die sonstige für Gäste angenehme Infrastruktur mit Zechencafé, großem Parkplatz und WLAN-Anbindung. „Wir können an Wochentagen eine durchgängige Öffnungszeit von 10 bis 15 Uhr gewährleisten“, sagte der Alte Zeche-Geschäftsführer. Auch sonnabends vormittags solle das Büro künftig geöffnet sein. Zudem sei über die regulären Öffnungszeiten hinaus oft Personal vor Ort, das Fragen beantworten könne. „Wir können die Ansprüche sehr gut bedienen“, versicherte Schmidt. Er betonte ebenso wie die beiden Tourismusvereinsvorsitzenden Rainer Krabbe und Joachim Zislo, dass die Arbeit der Alten Zeche eine Ergänzung und kein Ersatz für den Einsatz des Tourismusvereins sein solle. Der Tourismusverein wird auch künftig für die Internetseite barsinghausen-info.de verantwortlich sein und auf Messen für den Besuch in Barsinghausen werben.

Auch der ASB-Bahnhof bleibt im Geschäft: Am Fahrkartenschalter in der Bahnhofshalle soll es auch künftig ein breites Angebot von Broschüren und Informationsmaterial geben. ASB-Kreisverbandsgeschäftsführer Jens Meier berichtete von neuen Anstrengungen, um den Fahrkartenschalter besser auch als Anlaufpunkt für Touristen kenntlich zu machen. Es gebe einen neuen Schrank für sogenannte Flyer und zwei weitere Auslagen für Informationsmaterial. Nach Meiers Worten haben die ASB-Mitarbeiter seit Herbst vergangenen Jahres die Nachfrage nach touristischen Leistungen im Bahnhof genau dokumentiert. Anfragen zur Zimmervermietung hat es demnach in den vergangenen Monaten nur wenige gegeben: Im Januar seien es zwei Anfragen gewesen, im Februar, März und April keine einzige und im Mai zehn, sagte Meier. Die Vorstandsmitglieder des Tourismusvereins versichern hingegen, dass es früher im eigenen Büro regelmäßig zwei bis drei Vermittlungen pro Woche an Gastbetriebe gegeben habe. Dass jetzt gar nichts komme, sei „blamabel und geschäftsschädigend“, sagte Zislo in der Ausschusssitzung. Die Vereinsmitglieder setzen darauf, dass sich das Vermittlungsgeschäft wieder stabilisiert, wenn die Alte Zeche im Boot ist.

Eine Entscheidung der Politik zu dem neuen Modell gibt es noch nicht, weil die Fraktionen noch Beratungsbedarf angemeldet haben. Die Tendenz ist aber eindeutig positiv: „Wir finden die Idee gut“, sagte SPD-Chef Reinhard Dobelmann. Auch Gerald Schroth (CDU) signalisierte Zustimmung: „Die drei Akteure müssen sich zusammensetzen und die Aufgabenverteilung abstimmen“, sagte er.

Von Andreas Kannegießer

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