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Region Barsinghausen Nachrichten Skulpturen von Waldemar Otto stehen im Garten der Familie Pristin
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00:36 30.05.2018
Carsten Hettwer, der Vorsitzende des Kunstvereins, begrüßt die Gäste im Garten in Groß Munzel. Auf der Bank sitzt der 89-jährige Bildhauer Waldemar Otto. Quelle: Johanna Steele
Groß Munzel

Mehr als 750 Bronzeskulpturen hat der Künstler Waldemar Otto in seinem Leben angefertigt, die in 26 Städten auf der ganzen Welt ausgestellt werden oder fest im jeweiligen Stadtbild verankert sind. 23 dieser Kunstwerke stehen nun bis August bei der Familie Pristin aus Groß Munzel im Garten.

Dort hat der Kunstverein Barsinghausen am Freitagabend die Ausstellungsreihe „Kunst im Garten“ eröffnet. In dem 4500 Quadratmeter großen Grundstück, das auch ohne Kunstwerke schon einen Besuch wert ist, versammelten sich am Freitag knapp 100 Gäste zu der besonderen Vernissage. Auch der 89-jährige Künstler ließ sich den Besuch nicht nehmen und kam gemeinsam mit seiner Frau aus seinem Wohnort Worpswede als Ehrengast in den privaten Garten in Groß Munzel.

„Wir fühlen uns wirklich geehrt, dass wir diese tollen Kunstwerke hier in Barsinghausen ausstellen dürfen“, sagte Carsten Hettwer, Vorsitzender des Kunstvereins. „Besonders schön ist es aber, dass der Künstler heute Abend bei uns ist.“ Auch der Familie Pristin dankte Hettwer. Musikalisch wurde die Vernissage vom Magenta-Brass-Quintett aus Hannover unterstützt, das auch bei der Finissage am 12. August dabei sein wird.

Zur Einstimmung berichtete Ulrich Krempel, ehemaliger Direktor des Sprengel-Museums Hannover, über den Künstler und sein Handwerk. 1929 wurde Otto in Polen geboren und floh 1945 nach Deutschland. Dort entwickelte er sich schnell zu einem der bedeutendsten deutschen Bildhauer der jüngeren Kunstgeschichte. Die Werke, die nun in Groß Munzel ausgestellt werden, sind auf das Thema Garten abgestimmt. So gibt es Skulpturen mit den Namen „Mensch und Maß“ und „Adam isst die Frucht“, welche Menschen in Verbindung zur Natur setzen. Die Kooperation zwischen dem Künstler und dem Kunstverein Barsinghausen ist durch einen Besuch der Gartenbesitzerin Aleksandra Pristin im Atelier von Otto entstanden. „Meine Frau war sehr überrascht, als sie fragte, ob wir einige Skulpturen in unserem Garten ausstellen dürften und der Künstler gleich ja sagte“, erzählte ihr Ehemann Hans-Dieter Pristin.

Seit 2000 gibt es Kultur im Garten Pristin

Der Garten der Pristins ist nicht zum ersten Mal für die Öffentlichkeit zugänglich. Seit dem Jahr 2000 nimmt das Ehepaar an dem Projekt „Offene Pforte Hannover“ teil. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe bieten die Pristins immer wieder Lesungen und Führungen durch ihren Garten an. Anfangs kamen sie so auf etwa 25 Gäste pro Saison. Mittlerweile sind es bis zu 800. Trotzdem bleibt die Ausstellung der Skulpturen eine Premiere. „Wir lieben es, Kultur in unserem Garten zu haben – und so einen bedeutenden Künstler hatten wir noch nie bei uns“, sagte Pristin. „Wir haben uns sehr gefreut. Erst dürfen wir die Skulpturen ausstellen, und dann stattet der Künstler uns sogar persönlich seinen Besuch ab.“

Die Ausstellung ist noch bis zum 12. August im Garten Pristin, auf dem Damm 8, zu sehen. Bis dahin gibt es immer wieder Führungen durch die Ausstellung und Lesungen im Garten, bei denen die Skulpturen besichtigt werden können.

Von Johanna Steele

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