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Region Barsinghausen Nachrichten Jäger starten neues Projekt für Artenschutz
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13:07 13.03.2019
Werner Burose von der Jägerschaft Hannover-Land stellt das Projekt zur Schaffung neuer Schutz- und Rückzugsflächen für bedrohte Tierarten vor. Quelle: Frank Hermann
Stemmen

 Jäger aus dem Calenberger Land wollen ein Stück unberührter Natur auf die landwirtschaftlichen Ackerflächen zurückbringen, um damit neue Schutz- und Rückzugsbereiche für bedrohte heimische Tierarten zu schaffen. Für dieses zunächst auf drei Jahre angelegte Artenschutzprojekt strebt die Jägerschaft eine enge Zusammenarbeit mit den Landwirten an. Die Region Hannover leistet finanzielle Unterstützung.

Profitieren soll von diesem Projekt nach Angaben von Werner Burose, erster Vorsitzender der Jägerschaft Hannover-Land aus Stemmen, insbesondere das Niederwild in Feld und Flur des Calenberger Landes. Deren Bestände seien seit vielen Jahren stark rückläufig. „Rebhühner, Fasane und Hasen kommen in unseren Revieren immer seltener vor. Der Besatz hat sich in den vergangenen 15 bis 20 Jahre bestimmt halbiert“, erläutert Burose.

Auf den intensiv bewirtschafteten Ackerflächen finden die Tiere laut Burose kaum noch naturnahe Lebensräume wie zum Beispiel Feldgehölze, Hecken, Bracheflächen und Blühstreifen. Aus diesem Grund wolle die Jägerschaft nun in Kooperation mit den Landwirten gegensteuern – und solche Lebensräume für das Niederwild neu anlegen.

„Wir suchen Landwirte, die einen Teil ihrer Bewirtschaftungsflächen für Blühstreifen und Brache zur Verfügung stellen. Auf diese Weise verbessern wir den Lebensraum für unsere heimische Tierwelt“, erklärt der Jäger-Vorsitzende. Dicht bewachsene Blühstreifen seien bestens geeignet für ein ideales Schutz- und Futterangebot. „Dorthin ziehen sich die Rebhühner auch zum Brüten zurück“, betont Burose.

Für ihren Ertragsausfall auf den neuen Artenschutzflächen mit mindestens 15 Meter breiten Blühstreifen oder mit Stoppelbrache erhalten die Landwirte eine finanzielle Entschädigung von jährlich 750 Euro je Hektar. Das Geld stammt aus einem Förderanteil der Region Hannover.

„Im Jahr 2019 erhalten wir eine Summe von 18000 Euro, um einen Ausgleich für die Landwirte zahlen zu können. Das würde für 24 Hektar reichen. Außerdem übernimmt die Jägerschaft auch die Kosten für das Blühstreifen-Saatgut“, sagt der Vorsitzende.

Vier Landwirte haben laut Burose bereits ihre Bereitschaft signalisiert, sich an diesem Projekt zu beteiligen. Derzeit führe die Jägerschaft weitere Gespräche mit Landwirten und mit Revierinhabern in den Hegeringen, um weitere Flächen für das Projekt zu gewinnen. Die erste Aussaat für die Blühstreifen – unter anderem mit Buchweizen, Kulturhafer, Sonnenblumen, Malve, Leindotter und verschiedenen Kleesorten – sei für Mitte Mai vorgesehen.

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Von Frank Hermann

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