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Region Barsinghausen Nachrichten Grüne kämpfen weiter für Schulneubau am alten Platz
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16:20 11.02.2019
Neue Grundschule oder Wohnungen und Gewerbe? Was auf dem Gelände der Wilhelm-Stedler-Schule künftig entstehen soll, ist zwischen den Ratsfraktionen höchst umstritten. Quelle: Andreas Kannegießer
Barsinghausen

Die Barsinghäuser Grünen machen vor der Ratsentscheidung über den künftigen Standort der Wilhelm-Stedler-Schule (WSS) noch einmal mobil. Die grüne Ratsfraktion hat eine Aktuelle Stunde zum Thema „Innenstadtentwicklung am Scheideweg – welche Visionen hat Bürgermeister Lahmann?“ für die Ratssitzung am Donnerstag, 14. Februar, beantragt. Nach Mitteilung der schulpolitischen Sprecherin der grünen Ratsfraktion, Ulrike Westphal, sollen während der Aktuellen Stunde zu Beginn der Sitzung der Bürgermeister und die Verwaltung erläutern, was sie „mit der voraussichtlich entstehenden Brachfläche in der Innenstadt“ am jetzigen Standort der Wilhelm-Stedler-Schule zukünftig vorhaben. Außerdem haben die Grünen eine namentliche Abstimmung zum Thema beantragt, um das Entscheidungsverhalten aller Ratsmitglieder transparent zu machen.

Derzeit zeichnet sich eine Mehrheit im Rat für einen Neubau der maroden Grundschule auf jenem Areal an der Schulstraße ab, das derzeit noch von der Bert-Brecht-Förderschule genutzt wird. Das frei werdende Areal der Grundschule soll danach neu bebaut werden. Die Stadtverwaltung favorisiert derzeit eine gemischte Nutzung mit Wohnungen, aber auch Gewerbe- und Einzelhandelsflächen. Diese Variante befürworten die CDU, die Wählergemeinschaft Aktiv für Barsinghausen (AFB), die AfD-Fraktion, die UWG und der Bürgermeister. Die FDP sieht noch offene Fragen. Die SPD und die Grünen plädieren dagegen vehement dafür, die Schule am angestammten Standort hinter dem Rathaus I am Mont-Saint-Aignan-Platz neu zu bauen.

In der nun beantragten Aktuellen Stunde wollen die Grünen eine längere Liste von Fragen diskutieren lassen, die aus ihrer Sicht ungeklärt sind. So zweifelt die grüne Fraktion daran, dass es am Mont-Saint-Aignan-Platz überhaupt Bedarf an weiteren Büro- und Einzelhandelsflächen gibt. „Warum folgt die Verwaltung nicht der eindeutigen Meinung der Fachleute, nämlich der Kaufmannschaft, die dies schon ausdrücklich verneint hat?“, fragt Westphal. Wissen wollen die Grünen auch, ob es bereits Investoren gebe, „die die Visionen des Bürgermeisters umsetzen würden“, und wann dies möglich wäre. Die Ratsfraktion verweist darauf, dass Lahmann gerade öffentlich erklärt habe, dass die Verwaltung und insbesondere die Bauverwaltung komplett überlastet seien und kein Personal fänden. Gleichzeitig müssten aber mit den Neubauten der Lisa-Tetzner-und der Wilhelm-Stedler-Schule zwei große Vorhaben bewältigt werden. „Wie lange würde der große Platz Kirchstraße/Mont-Saint-Aignan-Platz dann zur unansehnlichen Brachfläche werden – steigert das die Attraktivität und Belebung der Innenstadt?“, wollen die Grünen wissen.

Die grüne Ratsfraktion zweifelt auch daran, dass ein zusätzlich in die Diskussion gebrachter Neubau der Stadtbücherei und eines Veranstaltungszentrums auf der jetzigen WSS-Fläche in der City überhaupt finanzierbar wäre. Die vier grünen Ratsmitglieder plädieren dafür, „bezahlbaren Wohnraum an anderer Stelle“ als direkt auf der Fläche hinter dem Rathaus zu schaffen. Nach Einschätzung der Fraktion gibt es unter den Barsinghäuser Bürgern eine breite Mehrheit für den Schulneubau am angestammten Ort. „Sind dem Bürgermeister und den Befürwortern der Wunsch der Einwohner schnuppe?“, heißt es in der Erklärung der Fraktion. „Warum hören Sie nicht auf die Stimme des Volkes, die das jetzige Stadtbild erhalten will?“, fragt Westphal.

Für Barsinghausen habe die Entscheidung über den Standort der Wilhelm-Stedler-Schule eine sehr große Tragweite und berühre die Einwohner stark, die den historisch gewachsenen Dreiklang von Kirche, Schule und Rathaus erhalten wollten, argumentieren die Grünen. Aus diesem Grund werde die grüne Ratsfraktion die namentliche Abstimmung beantragen, damit sich alle „genau ein Bild machen können, wie jedes einzelne Ratsmitglied und jede Partei oder Wählergruppe abstimmt“, kündigt Westphal an.

Die Grünen richten den Blick schon über die entscheidende Abstimmung im Rat hinaus: Falls die Ratsmehrheit tatsächlich „den aberwitzigen Vorstellungen von Bürgermeister Lahmann“ folge, werde die Fraktion ein Bürgerbegehren und einen Bürgerentscheid für den jetzigen Standort „nach Kräften unterstützen“, kündigt der grüne Fraktionsvorsitzende Christian Röver an.

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Von Andreas Kannegießer

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