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Nachrichten Diakonin Heidi Sieg geht in den Ruhestand
Region Barsinghausen Nachrichten Diakonin Heidi Sieg geht in den Ruhestand
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17:28 12.08.2018
Superintendentin Antje Marklein (links) und die scheidende Diakonin Heidi Sieg gehen nach dem Gottesdienst durch ein Spalier mit Kindern und Erziehern der evangelischen Kindergärten. Quelle: Frank Hermann
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Barsinghausen

 Zum Abschluss ihrer Dienstzeit ging die scheidende Regionaldiakonin Heidi Sieg am Sonntagnachmittag durch ein buntes Spalier in den Ruhestand. Vor der Klosterkirche standen Jungen und Mädchen sowie Betreuer aus den evangelischen Kindergärten der Kirchenregion, um Sieg im Anschluss an einen Familiengottesdienst mit Applaus zu verabschieden.

Voll besetzt: Die Klosterkirche bei der Verabschiedung von Diakonin Heidi Sieg (Vierte von rechts in der ersten Reihe). Quelle: Frank Hermann

Zuvor hatte Superintendentin Antje Marklein die Diakonin in der voll besetzten Kirche von ihren Aufgaben entpflichtet. Marklein lobte die zugewandte und aufgeschlossene Art von Heidi Sieg sowie deren Engagement und Haltung: „Darin sind Sie vielen Menschen ein Vorbild geworden.“

Sie habe Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen eine Heimat in der Kirche gegeben. Die Arbeit mit jungen Menschen sei im Kirchenkreis nachhaltig von Heidi Sieg geprägt worden.

Pastorin Uta Junginger sprach im Gottesdienst ebenfalls von den Spuren, die Sieg während ihrer nahezu 39-jährigen Tätigkeit als Diakonin hinterlassen habe. Von diesen Spuren zeuge auch die voll besetzte Klosterkirche während des Familiengottesdienstes. Zur Gestaltung trugen unter anderem die Kindergartenkinder sowie Jugendliche aus dem Egestorfer Kindergottesdienstteam bei.

Jungen und Mädchen aus den evangelischen Kindergärten der Kircheregion singen in der Klosterkirche zum Abschied von Heidi Sieg. Quelle: Frank Hermann

Heidi Sieg begann am 1. Oktober 1979 als Diakonin zunächst in den Kirchengemeinden Hohenbostel und Bantorf. In der Rückschau berichtete sie von einer intensiven und abwechslungsreichen Zeit -- und von Erfahrungen, die sie nicht missen möchte. Sie kümmerte sich um Krabbel- und Jugendgruppen, um die Konfirmanden und das Gute-Nacht-Café, wirkte in den Familiengottesdiensten und in Andachten mit.

Besonders intensive Eindrücke sammelte die scheidende Diakonin nach eigenen Angaben bei den Gruppenfahrten nach Auschwitz -- bei den Arbeitseinsätzen im ehemaligen Lager sowie in den Begegnungen mit Zeitzeugen. „Die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus, die Gestaltung der Gottesdienste zur Reichspogromnacht sowie die Mitarbeit in der Siegfried-Lehmann-Stiftung waren mir eine Herzensangelegenheit“, erläuterte Heidi Sieg.

Als Regionaldiakonin übernahm sie ab dem Jahr 2000 die Aufgaben in den Barsinghäuser Kirchengemeinden von Bantorf bis Egestorf, zuständig für die Kinder- und Familienarbeit sowie als Beauftragte für die Kindergottesdienste im Kirchenkreis. Außerdem ließ sich Heidi Sieg zur Bibelerzählerin ausbilden: „Erzählen wurde für mich zum wichtigen Bestandteil meiner Arbeit“.

Für die Zukunft im beruflichen Ruhestand freue sie sich darauf, im Privatleben mehr Zeit für ihre Aufgaben als Oma investieren zu können. „Ich gehe mit einem weinenden und einem lachenden Auge“, betonte Sieg.

Als Nachfolgerin wechselt Katrin Wolter von der Kirchenregion Gehrden-Wennigsen nach Barsinghausen und übernimmt die Aufgaben als Regionaldiakonin.

Von Frank Hermann

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