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Region Barsinghausen Nachrichten Deisterstraße: Initiative will Baupläne verhindern
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00:42 27.05.2018
So könnten die geplanten Gebäude an der Ecke Deisterstraße/ Am Waldhof nach den ersten Plänen des Investors Helma aussehen. Viele Anlieger in der Umgebung halten die Entwürfe für zu massig. Quelle: Helma Wohnungsbau
Barsinghausen

Gegen das von der Firma Helma Wohnungsbau geplante Bauvorhaben an der Ecke Deisterstraße/ Am Waldhof formiert sich Widerstand. Eine Gruppe von Anliegern ist dabei, eine Bürgerinitiative gegen das Projekt zu gründen. Erste Treffen hat es bereits gegeben, und die Initiatorinnen Saskia Quinkenstein und Kathrin Veldman haben auch schon bei Bürgermeister Marc Lahmann vorgesprochen. Nun wollen die Projektgegner sich an die Politik wenden: Sie planen, ihre Bedenken schriftlich zusammenzufassen und das Protestschreiben während der nächsten Bauausschusssitzung im Juni an die Vertreter der Ratsfraktionen zu übergeben. „Unser Ziel ist es, möglichst viele Bürger aus der Umgebung gegen die Pläne zu mobilisieren“, sagt Veldman.

Die Kritiker waren Mitte April aufgeschreckt worden, als die Stadt und die Firma Helma die aktuellen Baupläne erstmals öffentlich präsentiert hatten. Das rund 5800 Quadratmeter große Areal am Waldhof hat auch aus Sicht der Verwaltung eine ganz besondere städtebauliche Bedeutung. Aus diesem Grund entwickelt die Stadt derzeit einen sogenannten vorhabenbezogenen Bebauungsplan, der exakt auf das konkrete Bauvorhaben zugeschnitten sein wird. Die Kommune hat so die Möglichkeit, Gestaltungsvorgaben und sonstige Regeln bis in Details vertraglich mit den Investoren zu vereinbaren.

Helma plant nach aktuellem Stand den Bau von vier sogenannten Stadtvillen mit jeweils sieben bis acht hochwertigen Eigentumswohnungen. Die Gebäude sollen jeweils zwei Vollgeschosse und ein Staffelgeschoss mit geringerer Grundfläche haben. In der Mitte zwischen den Gebäudekörpern ist eine als Innenhof gestaltete Grünfläche vorgesehen. Autos sollen grundsätzlich unter die Erde verbannt werden: Helma plant eine große Tiefgarage mit gut 50 Stellplätzen unter den Häusern ein.

„Es kann doch nicht sein, dass die Stadt so kaputtgemacht wird“, sagt Kathrin Veldman. Aus Sicht der Initiative sind die geplanten Gebäude viel zu massig, und die Zahl der Wohnungen ist zu hoch. In allen Häusern in der unmittelbaren Umgebung gebe es jeweils nur ein bis drei Wohnungen, argumentiert Veldman. Die geplanten Gebäude passten „da einfach nicht hin“.

Eine weitere Sorge der Anlieger bezieht sich auf die Verkehrssituation in der Deisterstraße. „Schon jetzt fehlen Parkplätze, und die Fahrbahn ist für mehr Verkehr viel zu eng“, sagt Veldman. Die Kritiker fordern außerdem, dass die historische Sandsteinmauer, die das Baugrundstück zur Deisterstraße hin abgrenzt, unbedingt erhalten bleiben sollte. Und Veldman selbst wünscht sich, dass auf dem Areal künftig insbesondere junge Familien ein Zuhause finden können. Die gesamte Planung sei aber zugeschnitten auf die Bedürfnisse von Senioren. „Und Altenheime haben wir in Barsinghausen genug“, sagt die Mitgründerin der Initiative.

Die Kritiker hoffen nun auf Rückenwind und Unterstützung aus den Reihen der Politik. Es gebe sicherlich Möglichkeiten, das Grundstück so zu bebauen, dass die Häuser in die Umgebung passten, sagt Veldman. „Die Stadt ist nicht gezwungen, mit Helma einen Vertrag abzuschließen.“

Von Andreas Kannegießer

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