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Region Barsinghausen Nachrichten Das Schulzentrum wird jahrelang zur Großbaustelle
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16:57 27.02.2019
Die Klassentrakte A, B und C des Schulzentrums Am Spalterhals müssen brandschutztechnisch saniert werden. Das wird parallel zum Neubau für die Lisa-Tetzner-Schule erledigt. Quelle: Andreas Kannegießer
Kirchdorf

Im Schulzentrum Am Spalterhals stehen in den nächsten Jahren umfangreiche Neubau- und Sanierungsarbeiten bevor. Eine wichtige Grundsatzentscheidung ist bereits gefallen: Neben dem Abriss und Neubau des von der Lisa-Tetzner-Schule genutzten D-Traktes soll parallel dazu die Brandschutzsanierung der drei Klassentürme A, B und C erledigt werden. Die Verwaltung verspricht sich von der gleichzeitigen Vergabe der Arbeiten mehr Effizienz und Synergieeffekte für das Bauvorhaben. Die Sanierung im Bestand während des laufenden Schulbetriebs des Hannah-Arendt-Gymnasiums sei kein Problem, sagt der für die städtische Gebäudewirtschaft verantwortliche Fachdienstleiter Bora Kansu. „Das ist mit der Schulleitung schon abgestimmt.“

Nach den ersten Ablaufplänen wird das Millionenprojekt zur Modernisierung des Schulzentrums Am Spalterhals fünf bis sechs Jahre dauern und frühestens im Spätsommer 2024 abgeschlossen sein. Die eigentlichen Bauarbeiten können aber wohl erst Anfang 2022 starten. So lange dauern die umfangreichen Planungen für das Mammutprojekt. Vorgeschaltet wird dabei auch ein Wirtschaftlichkeitsgutachten, mit dem geklärt werden soll, ob die Vergabe des Gesamtprojekts an einen sogenannten Totalunternehmer eine effiziente und rechtlich mögliche Variante sein kann. Beim Totalunternehmer-Modell würde vor allem die städtische Gebäudewirtschaft entlastet. Das beauftragte Unternehmen würde die Entwurfs- und Genehmigungsplanung ebenso übernehmen wie die Vergabe der Bauleistungen und deren Überwachung. Der Haken: Die Leistungen des Totalunternehmers müssen zusätzlich bezahlt werden und dürften das Gesamtprojekt verteuern – so wie schon beim geplanten neuen Feuerwehrhaus für Groß- und Nordgoltern, das die Stadt ebenfalls nach diesem Modell errichten lässt.

Zentrales Element der Bauvorhaben im Schulzentrum ist der Neubau eines Traktes für die Lisa-Tetzner-Oberschule. Dieser soll an anderer Stelle auf dem weiträumigen Schulgelände errichtet werden, sodass die LTS-Schüler bis zur Fertigstellung des Neubaus ihre alten Klassenräume nutzen können. Dem vorläufigen Zeitplan zufolge wird der Neubau zwei Jahre dauern, von Januar 2022 bis etwa Dezember 2023. In diesem Zeitraum sollen nacheinander dann auch die Trakte A, B und C saniert werden. In den drei Klassentürmen müssten Kabel erneuert und moderne Brandmeldetechnik installiert werden, erläutert Fachdienstleiter Kansu. Die Stadtverwaltung will sämtliche Sanitäranlagen in den Trakten grundsanieren. Außerdem denken Schule und Gebäudewirtschaft auch darüber nach, die großzügig als Begegnungszentren gestalteten Innenflure in den Klassentürmen neu zu gestalten. Entstehen könnten zusätzliche Lagerräume, aber auch Bereich, in die sich die Schüler etwa für Gruppenarbeiten zurückziehen könnten. „Wir könnten Raumteiler einsetzen, die nicht bis zur Decke reichen“, sagt Kansu.

Derzeit befinden sich die Stadt und die Schulen in der allerersten Planungsphase für das Gesamtvorhaben, der Erstellung eines Raumkonzepts. Dieser Raumplan werde hausintern vom Fachdienst Schule in enger Abstimmung mit den Schulleitungen erstellt, erläutert Kansu. Das Ergebnis sei dann die Grundlage für die folgende Wirtschaftlichkeitsuntersuchung. Bis zum Jahresende 2019 soll dann die vergaberechtliche Prüfung des Projekts abgeschlossen sein.

Zu den Kosten gibt es noch keine Berechnungen, Kansu hält sich dazu ebenfalls bedeckt. „Es ist schwer zu kalkulieren“, sagt er. Für dieses Jahr rechnet die Stadtverwaltung zunächst mit Planungskosten von rund 475.000 Euro einschließlich des Wirtschaftlichkeitsgutachtens. Das Geld ist im Nachtragshaushalt für 2019 finanziert.

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Von Andreas Kannegießer

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