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Region Barsinghausen Nachrichten DGB meidet aus Protest die Waschkaue
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15:33 10.02.2019
Der Barsinghäuser DGB-Vorsitzende Michael Pöllath begrüßt die Gäste zur Neujahrsbegegnung. Quelle: Frank Hermann
Barsinghausen

Als Zeichen des Protestes hat der DGB-Ortsverband seine traditionelle Neujahrsbegegnung von der Waschkaue auf dem Zechengelände zum ersten Mal in den Marien-Gemeindesaal verlegt. Nach Angaben des DGB-Vorsitzenden Michael Pöllath richtet sich der Protest gegen die Entscheidung der Stadt und der Alten Zeche-Gesellschaft, den Zechensaal für Veranstaltungen an die AfD und an deren Jugendorganisation Junge Alternative (JA) zu vermieten.

„Ohne große Probleme haben AfD und JA den Zechensaal für ihre Zwecke nutzen dürfen. Dabei haben sich die Stadt und die Alte Zeche als Vermieter auf ihre Neutralität berufen. Aber das wollen wir so nicht“, sagte DGB-Chef Pöllath bei der Neujahrsbegegnung am Sonntag vor rund 30 Besuchern im Gemeindesaal.

Johannes Grabbe vom DGB-Landesbezirk spricht bei der Neujahrsbegegnung zum Thema "Zukunft Europas". Quelle: Frank Hermann

Vielmehr gelte es, Haltung zu zeigen gegen Rechtspopulismus und Nationalismus. Die Stadtverwaltung hätte laut Pöllath deutlich Position beziehen und sagen sollen: „Eigentlich wollen wir nicht vermieten, aber wir müssen.“

Dies sei jedoch nicht geschehen. „Darum sind wir dieses Jahr mit unserer Neujahrsbegegnung nicht in die Waschkaue gegangen, sondern ins Gemeindehaus“, sagte der Gewerkschafter zur Begrüßung der rund 30 Besucher. Im Mittelpunkt des Treffens stand ein Vortrag von Johannes Grabbe vom DGB-Landesbezirk Niedersachsen-Bremen-Sachsen/Anhalt zum Thema „Zukunft Europas“.

Für Europa besteht nach Einschätzung von Michael Pöllath immer mehr die Gefahr eines Abrutschens in nationale Einzelinteressen und autoritäre Staatsgewalten. Mit Blick auf die anstehenden Europawahlen sei es wichtig zu erkennen, welche Auswirkungen europäische Politik auch auf lokale Bereiche habe – zum Beispiel bei den Diesel-Grenzwerten oder der Gülle-Verordnung.

Zu diesem Thema gab DGB-Experte Johannes Grabbe weitere Erläuterungen und beschrieb die Europäische Union (EU) als Einrichtung, die unter großem Druck stehe. Mittlerweile sei die europäische Einigung keine Selbstverständlichkeit mehr, sondern müsse ständig neu erarbeitet werden.

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Von Frank Hermann

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