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Region Barsinghausen Nachrichten Bürgerinitiative kämpft gegen Schießlärm
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09:16 16.03.2018
Das Schützenhaus des Vereins für Groß- und Kleinkaliberschießen liegt in den Schütten, einem früheren Steinbruch, der rund 500 Meter vom nächsten Wohngebiet entfernt liegt. Quelle: Lisa Malecha
Barsinghausen

 Die Kritiker des Großkaliberschießbetriebs im Schützenhaus In den Schütten im Deister machen mobil: Sie haben vor wenigen Tagen eine Bürgerinitiative (BI) gegründet, die unter dem Motto „Sag nein zur Schießbude“ um Unterstützung wirbt. Die Initiative hat bereits eine Internetseite freigeschaltet und lädt zu regelmäßigen Treffen ein. „Wir werden täglich mehr“, sagt Klaus Stroebel, der zu den Initiatoren der BI gehört. „Und wir freuen uns über jeden, der Lust hat, mitzumachen.“

Nach Stroebels Worten wirken bisher rund 20 Personen in der Bürgerinitiative mit. Die meisten von ihnen sind vom Schießlärm betroffene Anlieger, die in der Nähe des Deisterrandes wohnen. Viele hatten sich zunächst in einer WhatsApp-Gruppe zum Informationsaustausch zusammengeschlossen, ehe dann die Entscheidung zur BI-Gründung fiel. Ziel von deren Kritik ist der Verein für Groß- und Kleinkaliberschießen Hannover, der das Schützenhaus In den Schütten übernommen, umgebaut und im Januar nach Erhalt der Genehmigung mit dem Schießbetrieb begonnen hatte. „Alle Bürger sollen wissen, dass es sich nicht um Treibjagden im Deister handelt, sondern dass der Schützenverein für den Lärm verantwortlich ist“, sagt Strobel. Er betont zugleich, dass es nicht Ziel der Initiative sei, die Schießanlage komplett stillzulegen. „Die Anlage soll wieder so leise werden wie zu der Zeit, als dort nur mit Kleinkaliberwaffen geschossen wurde“, sagt er.

Feste Strukturen und Funktionen gibt es nach Stroebels Worten in der Bürgerinitiative bisher nicht. Wichtig sei es derzeit, auf das Ende der öffentlichen Auslegungsfrist des Genehmigungsbescheids für den Schießbetrieb am Ende dieser Woche hinzuweisen. Danach bestehe bis zum 16. April die Möglichkeit, Stellungnahmen oder Widersprüche gegen den Bescheid bei der Region einzureichen. Vertreter der Initiative haben bereits Kontakt mit einem Fachanwalt aufgenommen. „Widersprüche sind allerdings gebührenpflichtig“, bedauert Stroebel.

Die Bürgerinitiative will in den kommenden Wochen auch engen Kontakt zur Stadt Barsinghausen halten. Die BI verweist auf die Zusage des Ersten Stadtrats Thomas Wolf, zu einem Runden Tisch zum Thema Schießlärm einzuladen. Die Internetseite der Initiative ist unter der Adresse https://sagneinzurschiessbude.wordpress.com erreichbar. Das nächste Treffen, ein allgemeiner Informationsaustausch, ist für Donnerstag, 15. März, ab 18 Uhr im Gasthaus Zur Schweiz in der Otto-Backhaus-Straße vorgesehen. Danach soll es am Donnerstag, 5. April, ab 19 Uhr im Clubraum im Deisterbad ein weiteres Treffen geben.

Von Andreas Kannegießer

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