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Nachrichten Schule und Altenzentrum gehen Kooperation ein
Region Barsinghausen Nachrichten Schule und Altenzentrum gehen Kooperation ein
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12:53 26.09.2018
Sie freuen sich über die Pflegepatenschaft zwischen Brigittenstift und Bert-Brecht-Schule: Max Matthiesen (von links), Susanne Schott-Lemmer, Regina Rose, Sybille Wegner und Dirk Hartfiel. Quelle: Frank Hermann
Barsinghausen

 Soziales Lernen fördern und Begegnungen von Mensch zu Mensch zwischen Schülern und Senioren ermöglichen – diese Ziele setzen sich die Bert-Brecht-Schule (BBS) und das Brigittenstift-Altenzentrum in einer neuen Kooperationsvereinbarung. Außerdem wollen sich die beiden Vertragspartner dafür stark machen, junge Menschen frühzeitig für die Pflegeberufe zu interessieren. Drei BBS-Klassen haben das Brigittenstift bereits besucht.

„Es geht darum, Schülern die vielfältigen Möglichkeiten und Perspektiven in der Pflege aufzuzeigen. Im direkten Kontakt mit den Senioren erfahren die Schüler, was es heißt und wie erfüllend es sein kann, etwas Gutes für andere Menschen zu tun“, erklärte CDU-Sozialexperte Max Matthiesen, der zu den Initiatoren dieser zweiten Pflegepatenschaft in Barsinghausen gehört. Bereits vor rund neun Monaten hatten die Goetheschule-KGS und das Kursana-Seniorendomizil eine ähnliche Zusammenarbeit vereinbart.

Für den Evangelischen Hilfsverein als Träger des Brigittenstiftes mit seinen 105 Bewohnern eröffnet die Kooperation nach Angaben der Vorsitzenden Susanne Schott-Lemmer neue Chancen, um Auszubildende zu gewinnen. „Der Fachkräftemangel ist auch bei uns ein großes Thema. Darum müssen wir neue Wege gehen. Und mit der Bert-Brecht-Schule passt es ganz fantastisch“, betonte Schott-Lemmer, die von einem Modellprojekt für andere Altenhilfe-Einrichtungen des Hilfsvereins sprach.

Zwei achte Klassen und die neunte Klasse der BBS-Förderschule Lernen haben das Brigittenstift bereits besucht. Dabei zeigten sich die Schüler in den Begegnungen mit den Altenheimbewohnern sehr aufgeschlossen und ohne Scheu: „Die Jugendlichen sind sehr offen auf unsere Senioren zugegangen. Damit ging unser Projekt wirklich gut los und verspricht einiges für die Zukunft“, sagte Dirk Hartfiel, Leiter des Brigittenstiftes mit rund 70 Mitarbeitern und drei Auszubildenden.

Von einem großen Interesse ihrer Schüler an der Zusammenarbeit mit dem Brigittenstift berichtete auch BBS-Leiterin Sybille Wegner. „In meiner Klasse wollen zehn Schüler in einer Arbeitsgemeinschaft mitmachen, die sich mit der Pflege befasst. Diesen großen Zuspruch hätte ich nicht erwartet“, erläuterte die Pädagogin.

Für die Jugendlichen aus der Förderschule sei es eine schöne Erfahrung, den Senioren eine Freude zu bereiten und eine große Hilfe zu sein: „Die Schüler haben keine Angst vor menschlicher Nähe. So kann Begeisterung für die Pflegeberufe entstehen.“

Schritt für Schritt wollen das Brigittenstift und die BBS ihre Kooperation fortentwickeln – mit einem engen Austausch zur Berufsorientierung für die Schüler im Pflege- und Gesundheitsbereich.

Von Frank Hermann

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