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Nachrichten Amphibien wandern – Kirchweg wird gesperrt
Region Barsinghausen Nachrichten Amphibien wandern – Kirchweg wird gesperrt
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09:01 16.03.2018
Mitarbeiter der Barsinghäuser Beschäftigungsinitiative (BBI) bauen an der Max-Planck-Straße Krötenschutzzäune auf. Quelle: Andreas Kannegießer
Barsinghausen

 Das Ende des Winters ist nah, und mit den steigenden Temperaturen erwachen Erdkröten, Grasfrösche und verschiedene Molcharten nach und nach aus dem Winterschlaf. In den nächsten Wochen machen sich die Tiere nach den Worten des städtischen Umweltsachbearbeiters Michael Barth wieder auf den Weg zu ihren angestammten Laichgewässern. Für Amphibien, die im Deister oberhalb von Barsinghausen überwintert haben, liegen viele dieser Tümpel auf dem Gelände des Zechenparks, sodass die Tiere den Egestorfer Kirchweg oder die Max-Planck-Straße überqueren müssen.

Wegen der hohen Zahl der wandernden Tiere gelte dieser Bereich als eines der bedeutendsten Amphibienvorkommen in der Region Hannover, erläutert Barth. Weitere Amphibienwanderstrecken liegen zwischen Hohenbostel und der ehemaligen Gaststätte Walhalla am Waldrand, an der Kreisstraße 239 nach Eckerde, rund um das Regenrückhaltebecken an der Röntgenstraße, an der Wasserlöse in Hohenbostel sowie am Luttringhäuser Weg zwischen Bantorfer Höhe und Friedhof.

Mitarbeiter der Barsinghäuser Beschäftigungsinitiative (BBI) sind derzeit dabei, an der Südseite des Egestorfer Kirchwegs und der Max-Planck-Straße außerhalb des beschrankten Bereichs wieder Schutzzäune aufzustellen, die die Tiere aufhalten und in eingegrabene Fangeimer weiterleiten sollen. Dort werden die Amphibien – wie schon seit vielen Jahren – von einem Team ehrenamtlicher Helfer eingesammelt, gezählt und über die Straße zu ihren Laichgewässern getragen.

Die Schranken am Egestorfer Kirchweg werden bis zum Ende der Amphibienwanderung abends ab 18 Uhr geschlossen. Sie werden erst morgens um 9 Uhr wieder geöffnet. Die Stadt wirbt für die Straßensperrung um Verständnis bei den Autofahrern, die erfahrungsgemäß jeden Abend in größerer Zahl vor den verschlossenen Schranken stehen und umdrehen müssen.

Die Stadtverwaltung weist darauf hin, dass auch abseits der Schwerpunktstrecken in den Frühjahrswochen immer wieder wandernde Amphibien beobachtet werden können. Autofahrer sollten deshalb auch außerhalb der gesicherten Bereiche besonders aufmerksam sein und möglichst auf abendliche Autofahrten durch die Wanderungszonen verzichten.

Von Andreas Kannegießer

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