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Gemeinsam mit Bürgermeister Marc Lahmann (Links) und Pastorin Uta Junginger (rechts) legen die Konfirmanden Kränze auf dem jüdischen Friedhof nieder.

Gemeinsam mit Bürgermeister Marc Lahmann (Links) und Pastorin Uta Junginger (rechts) legen die Konfirmanden Kränze auf dem jüdischen Friedhof nieder.
© Johanna Kruse

Barsinghausen

Barsinghäuser gedenken der jüdischen Opfer

Mit einem ökomenischen Gottesdienst haben viele Barsinghäuser der jüdischen Opfer der Reichspogromnacht und des Nationalsozialismus gedacht.

Barsinghausen.  1400 Synagogen sind am 9. November 1938 in ganz Deutschland in Flammen aufgegangen – in Brand gesetzt von Nationalsozialisten. Um der Opfer dieser sogenannten Reichspogromnacht zu gedenken, sind am Donnerstagabend viele Barsinghäuser in der St. Barbara-Kirche zusammengekommen. 

Bei dem ökumenischen Gottesdienst, der von Christoph Paschek, Pfarrer der katholischen St.-Bonifatius-Gemeinde, Uta Junginger, Pastorin der Mariengemeinde, und Regionaldiakonin Heidi Sieg gestaltet wurde, sollte an die schrecklichen Ereignisse von damals erinnert werden. „400 Tote gab es in dieser Nacht. Das war der Beginn der Jagd auf Menschen“, sagte Paschek. 

Pastorin Junginger sprach außerdem den aktuellen Bezug an. „Wir müssen auch heute viel Mut gegen Rassismus zeigen. Das ist heute wieder wichtiger als je zuvor“, sagte sie. Das betreffe sowohl die Schändung öffentlicher Mahnmale und alltägliche Diskriminierung als auch Hetze, die im Internet verbreitet wird. 

Die Hauptkonfirmanden der Mariengemeinde beteten mit den Anwesenden gemeinsam für die Opfer des NS-Zeit. Unterstützt durch den Organisten Ulrich Behler klangen außerdem hebräische Lieder - wie „Hevenu Shalom Alechem“ - durch die katholische Kirche. 

Als Vertreter der Siegfried-Lehmann-Stiftung verlas Dirk Hasselhof alle Namen der deportierten und ermordeten Juden aus Barsinghausen. „Menschen wie du und ich, vom Neugeborenen bis zum Greis, sind damals Opfer dieser Gräueltaten geworden“, mahnte Hasselhof. 

Im Anschluss gingen die Teilnehmer des Gottesdienstes mit kleinen Windlichtern zum nahegelegenen jüdischen Friedhof, wo die Konfirmanden die Kränze niederlegten und Bürgermeister Marc Lahmann noch einige mahnende Worte zum damaligen Geschehen sprach. 

Von Johanna Kruse


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