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Nachrichten Rotarier ermöglichen Behinderten Töpferkurs
Region Barsinghausen Nachrichten Rotarier ermöglichen Behinderten Töpferkurs
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00:26 30.05.2018
Die Teilnehmer des Kurses mit Künstlerin Karin Hahne (Dritte von links), Rüdiger Box, Reinhard Meyer, Klaus Meurer und Peter Best vom Rotary Club sowie Ursula Goldschmidt. Quelle: Johanna Steele
Barsinghausen

Mit den Händen kneten die Teilnehmer Ton, formen eine Figur, erfreuen sich lachend daran und beginnen wieder von vorne . In der Kunstschule Noa Noa bringt Karin Hahne seit kurzem einer Gruppe von Menschen mit geistiger Behinderung die Kunst des Töpferns bei. Organisiert wird das Projekt von der Interessengemeinschaft Eltern geistig Behinderter. Die Mitglieder des Vereins versuchen ihren Kindern, die zwischen sieben und 54 Jahre alt sind, viele Freizeitangebote zu ermöglichen, damit sie am sozialen Leben teilhaben können. „Es kam bei vielen von uns der Wunsch nach einem Töpferkurs auf“, erklärt Vorsitzende Ursula Goldschmidt. Nun ist es soweit: Einmal im Monat dürfen acht Teilnehmer für drei Stunden töpfern.

Möglich gemacht hat das der Rotary Club Bad Nenndorf. Peter Best, Mitglied bei den Rotariern, engagiert sich gemeinsam mit seiner Frau bei der IG. Als dort der Wunsch nach einer Keramikwerkstatt laut wurde, zögerte Best nicht lange und trug dies an seine Clubkollegen weiter. „Dieses Projekt haben wir sehr gerne unterstützt“, erzählt Klaus Meurer, Vorsitzender des Rotary Clubs, bei einer Besichtigung der Kunstschule Noa Noa. „Wir sind eine soziale Einrichtung und unterstützen insbesondere die Jugend intensiv.“

Möglichst viele Angebote für kleines Geld

1500 Euro spendeten die Rotarier für das Töpfer-Projekt in der Kunstschule, das insgesamt 1700 Euro kostet. „Ohne die großzügige Spende hätten wir den Kurs nicht finanzieren können“, sagt Goldschmidt zufrieden. „Wir sind nun mal ein reiner Elternverein und arbeiten ausschließlich mit Ehrenamtlichen.“ Dadurch sei es zwar teilweise schwierig, Zuschüsse zu bekommen, aber der Verein lege Wert darauf, viele Aktivitäten für wenig Geld anzubieten. „Wir haben Näh-, Sing- und Kochgruppen und viele weitere Angebote“, berichtet die Vorsitzende. Rund 100 Familien aus der gesamten Region Hannover sind mittlerweile Mitglieder in dem Selbsthilfe-Verein. „Viele Freizeitangebote gibt es für Menschen mit Behinderungen nicht“, sagt Goldschmidt. „Deshalb versuchen wir uns gegenseitig zu unterstützen, wo es nur geht.“

Von Johanna Steele

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