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Nachrichten Bahlsen vorerst gerettet
Region Barsinghausen Nachrichten Bahlsen vorerst gerettet
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Eine Mitarbeiterin der Firma Bahlsen prüft im Werk Barsinghausen ABC-Kekse, die aus dem Backofen kommen.

Beide Seiten unterzeichneten eine Vereinbarung zum Erhalt aller deutschen Standorte bis Ende 2010 und zur dauerhaften Zukunftssicherung. Der neu geschlossene Tarifvertrag tritt zum 1.9.2008 in Kraft.

Darin garantiert Bahlsen auch den Erhalt von 434 Vollzeitarbeitsplätzen in Barsinghausen. Derzeit gibt es dort rund 630 Stellen. Rund 200 Arbeitsplätze entfielen durch Rationalisierung. Die Arbeitnehmer müssen zudem Einbußen bei den Sonderzahlungen hinnehmen. So wird zum Beispiel das Urlaubsgeld auf zwei Jahre ausgesetzt. Die Umsetzung der Maßnahmen werde in einem Interessensausgleich festgehalten.

Darüber hinaus sagte das Unternehmen Investitionen in Umbau und die Modernisierung des Werkes Barsinghausen von bis zu 40 Millionen Euro zu. Leiharbeitnehmer dürfen nur mit Zustimmung der Betriebsräte im gesamten Unternehmen beschäftigt werden. Und Bahlsen wird alle Einsparungen durch den Tarifvertrag in unternehmens- und standortsichernde Maßnahmen investieren.

„Ich freue mich, dass wir das Werk Barsinghausen sichern konnten, wir fühlen uns den Mitarbeitern und der Region hier stark verbunden“, erklärte Firmenchef Werner M. Bahlsen. Jetzt müsse es darum gehen, die notwendigen Veränderungen mit Unterstützung aller Beteiligten umzusetzen. „Das Gespenst der Schließung und Verlagerung des Werkes irgendwohin außerhalb von Niedersachsen konnte verjagt werden“, sagte der Verhandlungsführer der Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten, Michael Bergstreser.

Das Traditionsunternehmen mit den Marken Bahlsen und Leibniz, das über vierzig Prozent seines Umsatzes im Ausland erzielt, hatte die Produktionsstrukturen aller Standorte geprüft. Vor allem die massiven Steigerungen bei den Rohstoffpreisen machten Bahlsen wie allen Herstellern von Gebäck, Süßwaren und Schokoriegeln zu schaffen. Das Werk in Barsinghausen hatte sich bei den Überprüfungen als nicht mehr zeitgemäß herausgestellt. Es war 1957 in Betrieb genommen worden. Wegen seiner veralteten Gebäude- und Infrastruktur und den daraus resultierenden hohen Fixkosten wurde es als nicht mehr effizient genug angesehen. Mit dem Zukunftssicherungstarifvertrag sei nun auch die Entscheidung für seine Sanierung getroffen worden, hieß es.

dpa

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