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Rürup-Rente

Von Jahr zu Jahr mehr Steuern sparen

Selbstständige profitieren von hohen Steuerermäßigungen bei der Rürup-Rente. Der volle Umfang der Förderung ist allerdings noch nicht erreicht – der Steuervorteil steigt von Jahr zu Jahr weiter an.

Nach der Riester-Rente und der betrieblichen Altersvorsorge ist die Rürup-Rente die dritte Möglichkeit, privates Vorsorgekapital mit staatlicher Unterstützung aufzubauen. Die auch als Basis-Rente bezeichnete Zusatzvorsorge ist besonders für Selbstständige interessant, die keinen Anspruch auf staatliche Riester-Förderung haben. Bei der Rürup-Rente geschieht die Förderung ausschließlich über Steuervergünstigungen. Im Gegensatz zur Riester-Förderung, bei der die Steuerkomponente nach Umfang und Hö ;he feststeht, wächst der Steuerbonus bei der Rürup-Rente die nächsten 15 Jahre weiter an. Rürup-Sparer profitieren also von steigender Entlastung.

Für das Jahr 2010 können Rürup-Sparer 70 Prozent ihrer Beitragszahlungen als Sonderausgabe absetzen. Wer dieses Jahr 10.000 Euro in eine Basisrente einzahlt, kann seine zu versteuernden Einkünfte demnach um 7.000 Euro mindern. Da der förderfähige Höchstbetrag auf maximal 20.000 Euro gedeckelt ist, erkennt das Finanzamt aktuell bis zu 14.000 Euro an Beitragszahlungen steuerlich an. Der steuerlich relevante Prozentsatz steigt jährlich um zwei Prozentpunkte. Für 2011 sind also 72 Prozent der Einzahlungen absetzbar. Ab 2025 können Ledige dann volle 20.000 Euro beim Finanzamt abrechnen, Ehepaare genießen mit 40.000 Euro den doppelten Steuerbonus.

Wachsender Steuerbonus

Wie hoch der Steuervorteil ausfällt, zeigt ein Beispiel: Ein Selbstständiger erzielt ein zu versteuerndes Jahreseinkommen von 100.000 Euro. Er zahlt 12.000 Euro pro Jahr in einen Rürup-Vertrag ein. Steuerlich absetzbar für 2010 sind 70 Prozent davon, also 8.400 Euro. Bei einem Grenzsteuersatz von 42 Prozent beträgt die Steuervergünstigung 3.528 Euro. Vorausgesetzt die Steuertarife ändern sich 2011 nicht, könnte der Anleger bei gleicher Einzahlung im kommenden Jahr insgesamt 8.640 Euro in der Steuererklärung ansetzen, entsprechend würde der Steuerbonus um rund 100 Euro auf 3.629 Euro wachsen. Hinzu addieren sich Vorteile beim Solidaritätszuschlag und der Kirchensteuer.

Anders als bei Riester-Verträgen existiert bei Basis-Renten kein gesetzlich vorgeschriebener Mindestbeitrag, um in den Genuss der Förderung zu kommen. Viele Rürup-Verträge ermöglichen außerdem flexible Einzahlungen. Das ist vor allem für Selbstständige sinnvoll, die häufig erst am Jahresende wissen, wie viel sie für das abgelaufene Jahr fürs Alter zurücklegen können. Manche Verträge ermöglichen auch Einmalzahlungen. Dies kann für ältere Selbstständige interessant sein, die Anteile an ihrer Firma verkaufen, eine Erbschaft machen oder eine abgeschlossene Lebensversicherung ausgezahlt bekommen.

Starre Auszahlungsregeln

Die Rentenzahlung kann frühestens mit dem vollendeten 60. Lebensjahr starten. Eine Auszahlung erfolgt nur in monatlichen Raten, Kapital- oder Teilauszahlungen sind nicht erlaubt. Da sich die Ausgestaltung der Basis-Rente an der gesetzlichen Rente orientiert, sind die erworbenen Rentenansprüche nicht auf Dritte übertragbar, beleihbar, veräußerbar und auch nicht an Angehörige zu vererben. Angehörige kann man für den Fall der Fälle mit einem Hinterbliebenenschutz absichern. Die kostengünstigere Lösung für diesen Zweck ist jedoch eine Risikolebensversicherung. Empfehlenswert ist der Einschluss von Beitragsrückgewähr im Todesfall während der Ansparphase. Dadurch sind die Beiträge nicht verloren und die Familie profitiert im Ernstfall davon.

Welche Rendite ist zu erwarten?

Rürup-Verträge gibt es in zwei Varianten: als klassische Rentenversicherung und als Fondssparplan. Die klassischen Rentenpolicen garantieren eine Mindestverzinsung von 2,25 Prozent auf den Sparanteil zuzüglich der erwirtschafteten Überschüsse der Versicherungen. Unterm Strich sind aktuell Renditen zwischen drei und vier Prozent realistisch, in Einzelfällen auch mehr. Steigt die Zinsniveau an den Kapitalmärkten wieder, sollten auch die Renditen der Rürup-Policen profitieren. Die fondsbasierten Varianten geben in der Regel keine Beitrags- oder Zinsgarantien. Dort hängt die Rendite davon ab, wie sich die Fonds im Lauf der Jahre entwickeln. Einzelne Gesellschaften garantieren allerdings eine Rente, die sich aus den eingezahlten Beiträgen ohne Zinsen ergibt.

Bei der Wahl einer klassischen Rürup-Police sollten sich Sparer in erster Linie an der garantierten Monatsrente orientieren. Zwar fällt die tatsächliche Rente im Endeffekt meist höher aus als die Rentengarantie, doch die Ablaufprognosen der Gesellschaften sind nicht sicher. Männer, die 35 Jahre lang 100 Euro einzahlen, erhalten ab 65 bei Axa eine garantierte Monatsrente von 250 Euro, bei Cosmos Direkt, Hannoversche Leben und Europa Versicherung je 222 Euro, bei der Postbank Versicherung 217 Euro und bei Huk Coburg 214 Euro.

Informationen zu den unterschiedlichen Anbietern der Rürup-Rente finden Sie über unsere Vergleichsrechner.

biallo.de


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