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Neue Antragsfrist für Arbeitnehmersparzulage

Bausparer, die keine Förderung erhalten, sollten nachrechnen. Die Arbeitnehmersparzulage gibt es jetzt bis zu vier Jahre rückwirkend.

Bausparer erhalten bis zu bestimmten Einkommensgrenzen staatliche Unterstützung. Während der Ansparphase belohnt die öffentliche Hand die Sparbemühungen zum Beispiel mit jährlich 8,8 Prozent Wohnungsbauprämie. Ledige werden mit maximal 45,06 Euro bezuschusst, Ehepaare mit bis zu 90,11 Euro. Das entspricht einer jährlichen Sparsumme von 512 Euro, beziehungsweise 1.024 Euro. Beantragt wird die Wohnungsbauprämie über die Bausparkasse. Nach Ablauf des Kalenderjahres schickt diese ihren Kunden ein Formular zur Beantragung der Prämie zu. Sollte einmal ein Antrag vergess en worden sein, ist das kein Problem, denn die Wohnungsbauprämie kann man zwei Jahre rückwirkend beantragen.

Die Wohnungsbauprämie bekommen alle in Deutschland steuerpflichtigen Personen ab 16 Jahren, die mindestens 50 Euro im Kalenderjahr in einen Bausparvertrag investiert haben und deren zu versteuerndes Einkommen bestimmte Grenzen nicht überschreitet. Die Grenze liegt bei Ledigen bei 25.600 Euro pro Jahr und bei Ehegatten bei 51.200 Euro. Steffen Zwer von der BHW-Bausparkasse rät allen Bausparern die Höhe ihres zu versteuernden Einkommens genau zu prüfen: „Viele haben Anspruch auf Prämie, ohne es zu wissen. Denn das zu versteuernde Einkommen entspricht nicht dem Bruttoeinkommen, sondern kann durch Freibeträge und abzugsfähige Aufwendungen erheblich darunter liegen.“ So mindern beispielsweise der Arbeitnehmer-Pauschbetrag, der Sonderausgaben-Pauschbetrag, Kinderfreibeträge und außergewöhnliche Belastungen den Bruttolohn.

Ausnahme von der Regel

Um in den Genuss der Wohnungsbauprämie zu kommen, muss bei Bausparverträgen, die ab dem 1. Januar 2009 geschlossen wurden, das Guthaben für Bau, Kauf, Modernisierung oder Umbau einer Wohnimmobilie genutzt werden. Doch keine Regel ohne Ausnahme: Bausparer, die zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses unter 25 sind, erhalten die Wohnungsbauprämie nach sieben Jahren auch ohne wohnwirtschaftliche Verwendung ausgezahlt. Gleiches gilt für die vor dem 1. Januar 2009 geschlossenen Verträge, in die bis Ende 2009 mindestens eine Sparrate geflossen ist.

Mehr Zeit bei Arbeitnehmersparzulage

Mehr Spielraum bei der Beantragung besteht bei der zweiten Fördermöglichkeit, der Arbeitnehmer-Sparzulage. „Hier hat der Gesetzgeber die Antragsfrist inzwischen auf vier Jahre verlängert“, erklärt Zwer. Die Arbeitnehmersparzulage wird im Rahmen der Einkommensteuererklärung beim zuständigen Finanzamt geltend gemacht. Auf eine jährliche Bausparleistung von bis zu 470 Euro legt Vater Staat neun Prozent drauf. Der Anspruch auf die Sparzulage, die im Rahmen der vermögenswirksamen Leistung gezahlt wird, ist nicht an eine wohnwirtschaftliche Verwendung gebunden. Allerdings darf das zu versteuernde Einkommen bei Singles 17.900 Euro und bei Eheleuten 35.800 Euro nicht überschreiten.

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