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Riester-Rente

Eigenbetrag richtig berechnen

Die Riester-Rente bleibt auch in unsicheren Zeiten die beliebteste Form der privaten Altersvorsorge. Welchen Eigenbeitrag Sparer leisten sollten, um die staatliche Förderung auszuschöpfen.

Über 13 Millionen Sparer bauen sich inzwischen mit staatlicher Hilfe eine Zusatzrente fürs Alter auf. Für Bundessozialministerin Ursula von der Leyen ein klares Zeichen, dass „sich die Deutschen auch durch die Wirtschafts- und Finanzkrise nicht von der zusätzlichen Vorsorge fürs Alter abhalten lassen“.

Geld geschenkt

Die Riester-Förderung geschieht über Zulagen und Steuervorteile. Erwachsene Sparer erhalten 154 Euro Grundzulage pro Jahr, für Kinder gibt es zusätzlich 185 bzw. 300 Euro, wenn sie nach 2007 geboren sind. Damit die volle Zulage fließt, fordert der Staat eine bestimmte Eigenleistung. Sie beträgt seit 2008 vier Prozent des rentenversicherungspflichtigen Vorjahreseinkommens. Wer weniger in den Vertrag einzahlt, erhält nur anteilig Förderung. Wichtig ist dabei, dass Sparer ihren Eigenanteil an der Riesterprämie richtig berechnen. „Hier kommt es immer wieder zu Verwechslungen, weil die Systematik nicht jedem klar ist“, mahnt Georg Plötz von der Verbraucherzentrale Bayern.

Staatliche Zulagen in Beitrag eingerechnet

Der vierprozentige Riesterbeitrag setzt sich zusammen aus staatlichen Zulagen plus Eigenleistung. Ein Beispiel: Ein Arbeitnehmer erzielte 2009 Bruttoeinkünfte von 40.000 Euro. Um 2010 die maximale Zulage zu erhalten, muss er 1.600 Euro in seinen Riester-Vertrag überweisen. Vermindert wird dieser Betrag jedoch um die Zulagen. Als alleinstehender Riester-Sparer ohne Kinder kann er von den 1.600 Euro seine Grundzulage von 154 Euro abziehen und zahlt nur 1.446 Euro. Hat der Sparer zwei Kinder, von denen eines vor und eines nach 2007 geboren wurden, verbleibt ein zu zahlender Eigenbeitrag von 961 Euro, weil von 1.600 Euro seine Grundzulage in Höhe von 154 Euro und zwei Kinderzulagen von 185 bzw. 300 Euro abzuziehen sind.

Nach oben gedeckelt

Anders sieht die Rechnung bei Arbeitnehmern und Beamten mit hohem Verdienst aus. Grund: Der förderfähige Beitrag ist nach oben gedeckelt, er liegt bei 2.100 Euro. „Höhere Riester-Zahlungen bringen keine höhere Förderung“, erklärt Plötz. Beispiel: Arbeitnehmer, Jahreseinkommen 65.000 Euro, ein Kind. Vier Prozent Riesterbeitrag würden einer Jahresprämie von 2.600 Euro entsprechen – der Mindesteigenbeitrag ist aber gedeckelt auf 2.100 Euro inklusive der Zulagen. Und so braucht der Riester-Sparer auch nicht mehr einzuzahlen. Abzüglich 339 Euro Riester-Zulagen sind demnach nur 1.761 für den Erhalt der vollen Förderung zu überweisen.

Riester-Renten-Rechner - rechnen Sie aus, wie Sie der Staat Sie bei der Altersvorsorge unterstützt.

Biallo.de


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