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Wer Investmentfonds vergleicht, sollte nicht nur die Renditeaussichten im Blick haben, sondern auch ausrechnen, welche Gebühren oder Aufschläge anfallen. Foto: Kai Remmers

Wer Investmentfonds vergleicht, sollte nicht nur die Renditeaussichten im Blick haben, sondern auch ausrechnen, welche Gebühren oder Aufschläge anfallen. Foto: Kai Remmers

Finanzen

Bei Investmentfonds auf Kosten achten

Fonds sind bei Anlegern derzeit beliebt. Allein in den ersten drei Monaten des Jahres sammelte die Branche insgesamt 72,2 Milliarden Euro ein. Nach Angaben des Fondsverbandes BVI war dies das beste jemals gemessene Neugeschäft.

Berlin. Getrieben wurde dieses Wachstum zwar vor allem von institutionellen Anlegern, die von Anfang Januar bis Ende März 43,8 Milliarden Euro in Spezialfonds investierten. Aber auch Publikumsfonds erreichten mit Zuflüssen von 27,7 Milliarden ein Rekordergebnis.

Privatanleger sollten bei Fonds aber genau hinschauen. Denn die einzelnen Angebote unterscheiden sich nicht nur in Bezug auf den Anlageschwerpunkt. Auch die Kosten variieren mitunter deutlich, erklärt der Bundesverband deutscher Banken in Berlin. Bei verwalteten Fonds fällt eine regelmäßige Verwaltungsvergütung für das Management an, die bis zu 1,5 Prozent jährlich betragen kann. Hinzu kommt oft eine erfolgsabhängige Verwaltungsgebühr. Außerdem wird beim Kauf von Fondsanteilen in der Regel ein einmaliger Ausgabeaufschlag fällig, der bis zu 6 Prozent des Anteilwertes ausmachen kann.

Anders ist das bei Indexfonds. Diese ETFs (Exchange Traded Funds) werden an der Börse gehandelt und bilden einen Index wie zum Beispiel den Dax nach. Dafür ist kein aktives Fondsmanagement nötig, daher sind die Verwaltungsvergütungen niedriger als bei herkömmlichen Fonds. Außerdem fällt beim Kauf kein Ausgabeaufschlag an. Da ETFs über die Börse gehandelt werden, entstehen jedoch Transaktionskosten.

Bei Fonds müssen Sparer allerdings Wertschwankungen aushalten können. Das ist der Preis für höhere Renditechancen, die Investmentfonds auf längere Sicht bieten. Starke Schwankungen kann es zum Beispiel bei Aktienfonds geben. Hier können sich langfristig aber auch überdurchschnittliche Renditechancen ergeben. Wer zum Beispiel vor 20 Jahren einen Sparplan mit Aktienfonds Deutschland einrichtete und bis jetzt durchhielt, konnte nach Angaben des Bankenverbandes im Schnitt über sieben Prozent Rendite jährlich erzielen. Dabei sind alle Kosten berücksichtigt.

dpa


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