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Günstige Alternativen zum Neukauf: Bibliotheken oder Onlinehandel.

Günstige Alternativen zum Neukauf: Bibliotheken oder Onlinehandel.© www.iStockphoto.com/diego_cervo

Studium

Mit wenig Geld gut auskommen

Der studentische Geldbeutel ist bekanntlich schmal, doch mit wenigen Tipps lässt sich dieser aufbessern. Studenten können zum Beispiel bei der Lebenshaltung, auf Reisen oder bei der Kontoeröffnung sparen.

Hannover. Nudeln mit Tomatensoße, dazu Leitungswasser und in den Semesterferien zu den Eltern, um das Zimmer zu vermieten: Der studentische Geldbeutel ist bekanntlich schmal. Zwar bieten Rabatte und Sondertarife viele Möglichkeiten zum Sparen – Studenten kennen aber häufig nur einen kleinen Teil davon. Vergünstigungen gibt es bei der Bahn, bei Zeitungsabos, bei Handyverträgen, manchmal sogar beim Friseur. „Grundsätzlich gilt, dass man offensiv mit seinem Studentenstatus umgehen sollte“, rät Stefan Grob vom Deutschen Studentenwerk. „Ob Kontoeröffnung oder Autovermietung: immer nachfragen, ob es Studentenrabatte gibt.“

Viele Sparmöglichkeiten im Alltag sind zwar ortsspezifisch, und nur die Kommilitonen wissen, wo es in der Stadt den besonders günstigen Mittagstisch oder die Happy Hour gibt. „Die besten Tipps kommen über Mundpropaganda“, sagt Katharina Mahrt vom Freien Zusammenschluss der StudentenInnenschaften. Trotzdem gilt es, die Augen offen zu halten und sich früh zu informieren. Von der Reise bis zur Versicherung – hier können Studenten sparen:

  • Reisen:

Fast unverzichtbar für Auslandsreisen ist der Internationale Studentenausweis (ISIC), mit dem der Besuch von Museen und Sehenswürdigkeiten preiswerter oder sogar gratis ist. Er kostet zwölf Euro und gilt 16 Monate, auch in Deutschland gibt es damit Vergünstigungen. Um auf Reisen günstig unterzukommen, helfen Websites wie Airbnb, 9flats oder Wimdu. Sie vermitteln private Unterkünfte. Das sogenannte Couchsurfing ist gänzlich kostenlos. Einzelne Reiseanbieter richten sich auch gezielt an Studenten.

  • Mobilität:

Seit in Deutschland Fernbusse zugelassen sind, machen sie der Bahn und sich untereinander so viel Konkurrenz, dass sie oft erheblich günstiger als Auto oder Mitfahrgelegenheit sind. Mit etwas Glück und Recherche kommt man mit einzelnen Anbietern für wenige Euro quer durch die Republik. Wer trotzdem nicht aufs Bahnfahren verzichten will, schaut sich nach Onlineschnäppchen wie den 26-Euro-Tickets auf ltur.de um. Oder er leistet sich die Bahncard mit Studentenrabatt zum halben Preis. Für die täglichen Wege haben viele Städte inzwischen das Semesterticket eingeführt.

  • Wohnen:

Nach wie vor der Klassiker des studentischen Sparmodells sind die Studentenwohnheime. Rund 300 Euro kostet das selbstständige Wohnen im Schnitt, im Wohnheim sind es für eine kleine Wohnung häufig nur rund 220 Euro, billiger ist meist nur das Hotel Mama. Vom Minizimmer mit Etagendusche bis hin zum voll ausgestatteten Appartement reichen die Angebote, Kontakte zu anderen Studenten gibt es gratis dazu. Wer keine Lust aufs Wohnheim hat, muss sich mit kleinen WG-Zimmern begnügen – oder statt in Hamburg, München, Frankfurt in einer preiswerteren Stadt studieren, etwa Dresden, Göttingen oder Leipzig.

  • Fachliteratur:

Ob Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch oder Der Große Ploetz – Literatur ist teuer. Ein häufiger Fehler vieler Erstsemester: sich die komplette Liste an Standardwerken zuzulegen, die das Vorlesungsverzeichnis vorschlägt. Besser ist es, die Bücher aus der Bibliothek auszuleihen oder mit den Kommilitonen zu tauschen. Onlinehändler bieten gebrauchte Bücher oft günstig an. Bei Zeitungen und Zeitschriften gehören Studenten-Abos ohnehin zum guten Ton – und ganz unentgeltlich liegen sie in den Bibliotheken aus.

  • Rundfunkbeitrag:

Studenten, die Bafög beziehen, können sich vom Rundfunkbeitrag befreien lassen. In Wohngemeinschaften ist er aber fällig, sobald auch nur ein Bewohner keine Förderung erhält. Seit der Umstellung auf den neuen Rundfunkbeitrag zählt auch die Ausrede „keine Geräte“ nicht mehr. Selbst Bafög-Empfänger werden rückwirkend zur Kasse gebeten, wenn sie den Antrag zu spät eingereicht haben.

  • Laptop, Internet, Handy:

Fast alle Anbieter von Soft- oder Hardware und Handyverträgen haben Sonderangebote für Studenten. Auf Websites wie unideal.de oder allmaxx.de können Studenten sich über aktuelle Aktionen informieren.

  • Bankkonto:

Auch Banken bieten Tarife für Studenten an, spekulieren aber dabei meist darauf, die Studenten nach ihrem Abschluss halten zu können. Mit dem Berufseintritt ändern sich die Konditionen teilweise drastisch. Wichtig ist daher bei der Eröffnung eines Kontos, die Tarife genau zu vergleichen.

Carina Braun


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