Navigation:
Richtig bewerben

Was macht eine Bewerbung erfolgreich?

Was Sie bei Anschreiben, Lebenslauf, Bewerbungsfoto und Vorstellungsgespräch unbedingt beachten müssen

Anschreiben: Das Anschreiben ist die erste Visitenkarte, die der Bewerber hinterlässt. Es wird lose auf die Bewerbungsunterlagen gelegt. Zudem macht es sich gut, wenn eine bestimmte Person im Unternehmen angeschrieben wird. Name, Titel und Funktion des Angeschriebenen müssen dabei aber stimmen. Noch über der Anrede steht die Betreffzeile mit Formulierungen wie etwa „Bewerbung für eine Stelle als ...“. Die Zeit des Lesers ist knapp. Eine Seite Umfang reicht in der Regel aus, auf Höflichkeitsfloskeln oder abgegriffene Standardformulierungen sollte verzichtet werden. Das Anschreiben sollte individuell auf die angebotene Stelle zugeschrieben sein und deutlich machen, warum man sich auf die Stelle bewirbt. Die Persönlichkeit und die besondere Eignung des Bewerbers sollten klar erkennbar sein – ebenso wie die gegenwärtige Tätigkeit. Versuchen Sie dabei, einen möglichst individuellen Einstieg zu formulieren und auf das stereotype „Hiermit bewerbe ich mich um ...“ zu verzichten. Mögliche Einleitungen sind zum Beispiel: „Mit Interesse habe ich Ihre Stellenanzeige am 6. Oktober in der HAZ/NP gelesen“, „Als ... interessiert mich die Aufgabe, ...“ oder „Vielen Dank für das Telefongespräch am 10. Oktober.“

Lebenslauf: Rechts oben auf den Lebenslauf gehört das Foto. Der Lebenslauf sollte tabellarisch in zwei Spalten gegliedert sein: links die Zeitangaben, rechts die durchlaufenen Stationen. Begonnen wird allerdings mit den persönlichen Angaben (Name und Anschrift auf jeden Fall, Geburtsdatum, Familienstand, Kinder und Staatsangehörigkeit nicht zwangsläufig). Es setzt sich zunehmend die amerikanische Variante des Lebenslaufs durch – chronologisch geordnet, aber beginnend mit der letzten beruflichen Position. Dann kommen die vorherigen Stationen im Arbeitsleben, gefolgt von Studium/Berufsausbildung und Schulbildung. Wer schon länger im Berufsleben steht, braucht nur seinen letzten (höchsten) Bildungsabschluss anzugeben. Dazu gehören auch Titel und Note von Universitätsexamen. Auch Weiterbildungsmaßnahmen oder besondere Fähigkeiten und Zusatzqualifikationen sollten erwähnt werden, unter Umständen auch Hobbys oder ehrenamtliche Tätigkeiten. Wer sich zum Beispiel als Trainer oder in einem Ehrenamt engagiert, zeigt damit soziale Kompetenz. Auf jeden Fall sollte der Lebenslauf lückenlos sein. Ans Ende kommen Ort, Datum und Unterschrift. Sie müssen mit den Angaben vom Anschreiben übereinstimmen.

Bewerbungsfoto: Für das Bewerbungsfoto sollte man in einen professionellen Fotografen investieren. Privatfotos oder Schnappschüsse haben bei einer Bewerbung nichts zu suchen. Sowohl schwarz-weiß- als auch Farbbilder sind möglich, das hängt vom persönlichen Geschmack ab. Wie beim Vorstellungsgespräch sollte auch beim Foto auf angemessene Kleidung, nicht zu grelle Farben und dezentes Makeup geachtet werden. Schreiben Sie zur Sicherheit Ihren Namen hinten auf das Foto. Das Foto sollte eine maximale Größe von 9x7 Zentimetern haben.

Checkliste

  • Sowohl das Anschreiben als auch der Lebenslauf sollten formal korrekt und ohne Rechtschreibfehler sein.
  • Verwenden Sie gutes Papier, das weder Eselsohren noch Knickfalten oder Kaffeeflecken aufweist.
  • Die Mappe sollte unbeschädigt und der Umschlag auf jeden Fall ausreichend frankiert sein.
  • Klarsichthüllen haben in einer Bewerbung nichts zu suchen, Büroklammern ebenso wenig. Empfohlen werden dagegen Klemmhefter oder auch Spiralbindungen.
  • Abgegriffene Unterlagen machen keinen guten Eindruck.
  • Idealerweise stützt der Lebenslauf das Anschreiben, ohne dabei viel zu wiederholen. Beide Unterlagen sollten aktuell datiert, unterschrieben und als Original eingereicht werden.
  • Zeugnisse und weitere Belege sind als Kopie beizufügen.

Die richtige Vorbereitung: Wichtigste Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch ist es, sich Kenntnisse über das Unternehmen anzueignen. Dazu zählen auch Wissen über die Firmengeschichte, die wichtigsten Produkte und am besten auch die Kundenstruktur. Aber auch über die eigenen Stärken und Schwächen sollte man sich im Klaren sein. Dazu gehört, Knackpunkte im Lebenslauf (etwa ein abgebrochenes Studium) schlüssig erklären zu können. Daraus gezogene Lehren und am besten auch spätere Erfolge zeigen, dass man Rückschläge verkraften kann und konstruktiv mit ihnen umgeht. Diese Frage kommt garantiert: „Erzählen Sie doch mal von sich!“ Auf den jetzt folgenden kurzen Vortrag sollte man sich gut vorbereiten, den Werdegang auf die Stellenanforderungen zuspitzen und Blickkontakt mit den Gesprächspartnern halten. An den Reaktionen merken Sie, welche Themen Sie noch weiter ausführen sollten – und welche nicht. Lange Monologe will aber keiner hören. Ebenfalls beliebte Fragen sind „Warum sollten wir ausgerechnet Sie einstellen?“, „Welche Ziele möchten Sie in einigen Jahren erreicht haben?“, „Warum wollen Sie ausgerechnet bei uns arbeiten?“, „Was machen Sie in Ihrer Freizeit?“ und „Was sind Ihre Schwächen?“.

Die richtige Kleidung: Der erste Eindruck beim Vorstellungsgespräch zählt. Deshalb ist es wichtig, sich der angestrebten Position entsprechend zu kleiden. Was angemessen ist, kann von Branche zu Branche sehr unterschiedlich sein. An einen Friseur, einen Bankangestellten und einen Verkäufer werden unterschiedliche Erwartungen an die äußere Erscheinung gestellt. Allerdings sollte die Kleidung auf jeden Fall sauber und gebügelt und ohne Löcher sein, Sandalen oder Sportschuhe sind unpassend. Auf zu grelle Farben, auch bei Krawatten, sollte verzichtet werden. Bei Frauen sind sehr auffälliger Schmuck oder extravagantes Makeup tabu.

Checkliste

  • Kümmern Sie sich rechtzeitig um die passende Kleidung.
  • Informieren Sie sich, wie Sie zum Ort des Gesprächs kommen und wieviel Zeit Sie dafür benötigen. Seien Sie fünf Minuten vor dem Termin da und haben Sie den Namen Ihres Ansprechpartners parat.
  • Betreten Sie das Zimmer erst nach Aufforderung, angebotene alkoholische Getränke und Zigaretten sollten Sie ablehnen.
  • Überlegen Sie sich, welche geschickten Fragen Sie im Verlauf des Gesprächs stellen können (zum Beispiel über neue Produkte des Unternehmens oder Details zur ausgeschriebenen Stelle). Kramen Sie allerdings keine Liste mit vorformulierten Fragen hervor, das wirkt eher unsicher. Auch Probleme bei der Anfahrt sollten im Gespräch außen vor bleiben.
  • Antworten Sie in vollständigen, klaren Sätzen und verstellen Sie sich nicht, denn das ist auf Dauer ohnehin nicht durchzuhalten.

Nachbereitung: Mit einer Nachbereitung kann man das Vorstellungsgespräch auf Schwachstellen abklopfen. Folgende Fragen sollten Sie sich dabei stellen:

  • Habe ich meine Nervosität in den Griff bekommen?
  • Welche Fragen konnte ich nicht beantworten?
  • Welche Fragen waren mir unangenehm?
  • Haben die Gesprächspartner mit Interesse auf meine Fragen geantwortet?

Anzeige
Jobmesse Hannover
jobmesse hannover

Am 20. und 21. Mai finden die 10. jobmesse hannover statt. Rund 110 attraktive Aussteller bieten nützliche Informationen für...

Jobmarkt

Stellenmarkt in Hannover

Finden Sie einen Job! Stellen Sie Ihre Bewerbung ein und lassen Sie sich von den Personalleitern der Region kontaktieren.