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Jugendliche mit schlechtem Abschluss können zunächst für sechs bis zwölf Monate ein betriebliches Praktikum inklusive Berufsschule absolvieren, bevor sie mit einer Lehre beginnen.

Jugendliche mit schlechtem Abschluss können zunächst für sechs bis zwölf Monate ein betriebliches Praktikum inklusive Berufsschule absolvieren, bevor sie mit einer Lehre beginnen. © Julian Stratenschulte/dpa

Arbeit

Vier Hilfsangebote für den Start in die Ausbildung

Viele Betriebe in Deutschland finden nach einer aktuellen Befragung keine Lehrlinge. Gleichzeitig bleiben viele Jugendliche ohne Lehrstelle - etwa wegen zu schlechter Noten. Damit sie den Einstieg in die Ausbildung schaffen, gibt es spezielle Hilfsangebote.

Nürnberg. Schlechte Noten, unverständlicher Schulstoff, Schwierigkeiten bei der Wohnungssuche oder Ärger im Betrieb: Probleme kann es auf dem Weg zur Ausbildung und währenddessen viele geben. Gut, dass dafür eine Lösung gibt. Hier sind vier Möglichkeiten:

- Einstiegsqualifizierung (EQ): Soll Jugendlichen mit schlechten Noten dabei helfen, trotzdem einen Ausbildungsplatz zu finden. Statt der regulären Ausbildung absolvieren sie für sechs bis zwölf Monate zunächst ein betriebliches Praktikum inklusive Berufsschule. Klappt alles, können sie danach in die reguläre Lehre wechseln. Plätze für die EQ vermitteln Jobcenter oder Arbeitsagentur. 8000 Azubis nehmen zurzeit an dem Programm teil.

- Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen (BvB): Jugendliche ohne Ausbildungsplatz können Unterricht nehmen und Praktika absolvieren, um ihre Chancen zu verbessern. Unter Umständen lässt sich während der BvB auch ein verpasster Hauptschulabschluss nachholen. 9200 Teilnehmer hat das Schnupper- und Bildungsprogramm gerade.

- Ausbildungsbegleitende Hilfen (ABH): Eine Art Nachhilfe für Azubis, die Schwierigkeiten mit dem Schulstoff haben. Sozialpädagogen oder Bildungsträger geben zusätzlich zur Berufsschule Unterricht in Problemfächern. Azubis können sich direkt an die Arbeitsagentur wenden oder den Weg über ihren Ausbildungsbetrieb nehmen. Aktuell nehmen laut Bundesarbeitsagentur 9200 Jugendliche an dem Programm teil.

- Assistierte Ausbildung: Geht einen Schritt weiter als die ABH. Hier geht es nicht nur um Schulstoff, sondern auch um andere Probleme - im Betrieb oder im privaten Umfeld zum Beispiel. Der Schwerpunkt liegt meist auf dem ersten Ausbildungsjahr, in dieser Zeit werden die Jugendlichen von einem Sozialpädagogen besonders eng betreut. Aktuell gibt es 3300 Teilnehmer.

dpa


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