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Unternehmen mit mindestens 20 Arbeitnehmern müssen laut Gesetz fünf Prozent ihrer Arbeitsplätze mit Schwerbehinderten besetzen. Diese Quote wird oft nicht eingehalten.

Unternehmen mit mindestens 20 Arbeitnehmern müssen laut Gesetz fünf Prozent ihrer Arbeitsplätze mit Schwerbehinderten besetzen. Diese Quote wird oft nicht eingehalten. © Stefan Puchner

Arbeitsmarkt

Schwerbehinderte finden nur schwer einen richtigen Job

Zahlen der Bundesagentur für Arbeit ergeben: Schwerbehinderte sind immer noch selten auf dem regulären Arbeitsmarkt vertreten - trotz der gesetzlich vorgeschriebenen Quote für die Beschäftigung von Schwerbehinderten.

Nürnberg. Arbeitslose Schwerbehinderte finden weiterhin nur

 

schwer einen neuen Job. Selbst wenn sie aus der Arbeitslosenstatistik

 

gestrichen werden, liegt das nur selten an einem regulären

 

Arbeitsvertrag: Nur gut 16 Prozent kommen am normalen Arbeitsmarkt

 

unter.

Vier weitere Prozentpunkte machen sich selbstständig oder

 

nehmen eine Beschäftigung am sogenannten zweiten Arbeitsmarkt auf,

 

also etwa eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, wie ein Sprecher der

 

Bundesagentur für Arbeit (BA) erläuterte. Zuvor hatten die

 

Zeitungen der Funke Mediengruppe darüber berichtet, die sich

 

auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsfraktion berufen.

Demnach wechseln die meisten Schwerbehinderten, die aus der

 

Arbeitslosenstatistik gestrichen werden, nicht in einen Job, sondern

 

werden als arbeitsunfähig oder nichterwerbstätig registriert. Andere

 

nehmen vorruhestandsähnliche Regelungen in Anspruch.

Ein Grund für die schlechten Werte: Viele Arbeitgeber erfüllen nach

 

wie vor nicht die gesetzlich vorgeschriebene Quote für die

 

Beschäftigung von Schwerbehinderten. Eigentlich müssen Unternehmen

 

mit mindestens 20 Arbeitnehmern fünf Prozent ihrer Arbeitsplätze mit

 

Schwerbehinderten besetzen. Doch 2014 - dem letzten aktuellen

 

Berichtsjahr - lag die Quote nach den Daten der Bundesagentur

 

bundesweit nur bei 4,7 Prozent.

Linken-Fraktionsvize Sabine Zimmermann forderte, die

 

Beschäftigungsquote auf sechs Prozent zu erhöhen. Zudem müsse die

 

Ausgleichsabgabe angehoben werden, die von Arbeitgebern bezahlt

 

werden muss, die die Quote nicht erfüllen.

dpa


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