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Auch an den Feiertagen halten sich drei von vier Berufstätigen bereit, falls der Chef sich meldet.

Auch an den Feiertagen halten sich drei von vier Berufstätigen bereit, falls der Chef sich meldet. © Arno Burgi

Arbeit

Drei von vier Berufstätigen sind an Feiertagen erreichbar

Viele stehen auch an den freien Tagen für die Arbeit per Telefon und E-Mail zur Verfügung. Doch ruft am ersten Weihnachtstag der Chef an, ist das nicht gerade angenehm. Müssen Mitarbeiter da rangehen?

Berlin. Drei von vier Berufstätigen (73 Prozent) sind an Weihnachten und Silvester trotz Urlaub für den Job erreichbar. Das hat eine repräsentative Umfrage von Bitkom Research ergeben.

Sechs von zehn (60 Prozent) sind bereit, in dieser Zeit auf geschäftliche Telefonate zu antworten, fast genauso viele (55 Prozent) erreicht der Chef theoretisch per E-Mail und SMS. An den freien Tagen für den Job zur Verfügung zu stehen, machen jedoch nur wenige aus freien Stücken: Von denen, die erreichbar sind, sagt jeder Zweite (48 Prozent), dass der Vorgesetzte das erwartet. Jeder Fünfte (20 Prozent) macht es allerdings, weil es ihm ein persönliches Anliegen ist. Für die Umfrage wurden im Auftrag des Branchenverbandes Bitkom 1007 Personen ab 14 Jahren befragt, darunter waren 504 Berufstätige.

Mancher stellt sich angesichts solcher hohen Werte nun die Frage: Müssen Mitarbeiter überhaupt an den Feiertagen zum Beispiel dienstliche Telefonate annehmen? "In der Regel nein", sagt Prof. Jobst-Hubertus Bauer, Experte für das Thema Arbeitsrecht aus Stuttgart. Erst einmal gelte der Grundsatz: Frei ist frei. Wer im Urlaub ist, den kann der Arbeitgeber nicht verpflichten, ans Telefon zu gehen. Bei Führungskräften könne das im Einzelfall allerdings auch einmal anders aussehen. Gibt es etwa eine Krisensituation im Betrieb, könne der Chef durchaus erwarten, dass führende Mitarbeiter etwa berufliche E-Mails beantworten, erläutert Prof. Bauer.

Etwas anders gilt auch, wenn im Arbeitsvertrag vereinbart ist, dass Mitarbeiter Rufbereitschaft haben - etwa bei Ärzten oder Feuerwehrleuten. In dem Fall muss es für den Vorgesetzten ebenfalls möglich sein, Beschäftigte zu kontaktieren.

dpa


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