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Für viele ist es gar nicht so einfach, einen Beruf zu wählen. Ghebru Aregay begann eine Ausbildung zum Bäcker.

Für viele ist es gar nicht so einfach, einen Beruf zu wählen. Ghebru Aregay begann eine Ausbildung zum Bäcker. © Stefan Puchner

Arbeit

Die neuen Azubis - Berufsausbildung wählen und starten

Keine Panik: Diejenigen, die im August keinen Ausbildungsplatz bekommen haben, müssen nicht bis zum Sommer warten. Und wer noch gar nicht weiß, was er werden will, kann einen Schnuppertag als Azubi einlegen. Übrigens: Auch ein Auslandsaufenthalt als Azubi ist möglich.

Ausbildungsstart ist vielerorts auch zum Februar möglich

Ein Ausbildungsstart ist nicht nur im August möglich. Wer im Sommer leer ausgegangen ist, kann im nächsten Februar einsteigen. Diese Möglichkeit gibt es vielerorts, sagt Fin Mohaupt. Er ist Leiter der Ausbildungsberatung der Handelskammer Hamburg. Das liege daran, dass die Kammern Prüfungen zu zwei Terminen im Jahr abnehmen - und dementsprechend auch die Ausbildung theoretisch zu zwei Zeitpunkten begonnen werden kann. Ob es so ein Angebot vor Ort gibt, erfragen Jugendliche am besten bei den Kammern oder bei der Bundesarbeitsagentur vor Ort.

"Ein Tag Azubi": Lehrlingen über die Schulter schauen

Wissen Jugendliche nicht, wie es nach der Schule weitergehen soll, kann

"Ein Tag Azubi" für sie interessant sein. Der Aktionstag findet das nächste Mal am 30. September statt. Jugendliche können sich jetzt noch anmelden. Darauf weisen die Wirtschaftsjunioren Deutschland hin, die den Aktionstag anbieten. Sie sind eine Organisation, die junge Unternehmer und Führungskräfte bis 40 vernetzt. Bei dem Tag schauen Schüler einem Auszubildenden einen Tag lang über die Schulter. Wer sich dafür interessiert, muss sich bei den Ansprechpartnern der Jugendsozialarbeit vor Ort melden.

Auslandsaufenthalt am besten nach der Zwischenprüfung

Wollen Auszubildende für eine Zeit lang ins Ausland gehen, machen sie das am besten nach der Zwischenprüfung. Darauf weist Rebecca Hof hin, Mobilitätsberaterin bei der Handwerkskammer Düsseldorf. Wer früher geht, hat oft noch zu wenig Erfahrung, um sich im Gastbetrieb sinnvoll einbringen zu können. Ist der Aufenthalt dagegen erst sehr spät in der Ausbildung, bleibt möglicherweise zu wenig Zeit, um sich auf die Abschlussprüfung vorzubereiten, so die Expertin in der Zeitschrift "Handfest" (Ausgabe 5/2015) des Deutschen Handwerkkammertages.

Eine Möglichkeit ist auch, das Praktikum in den Berufsschulferien zu machen. Das hat den Vorteil, dass Azubis keinen Lernstoff verpassen, den sie später nachholen müssen. Theoretisch können Auszubildende bis zu einem Viertel der regulären Ausbildungszeit im Ausland verbringen. Möglich sind also bei einer dreijährigen Ausbildung neun Monate Auslandsaufenthalt. Häufig dauern die Praktika aber nur drei bis vier Wochen, weil der Betrieb nicht länger auf Lehrlinge verzichten will.

dpa


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