Für Tagesgeld sind 2 Prozent Zinsen drin, während Festgeld 3 Prozent abwirft.
Mit deutlich über 2,0 Prozent verzinsen derzeit knapp ein halbes Dutzend Banken ihre Tagesgelder. Dies sind neben der Allianz Bank (2,30 Prozent) und der Ikano Bank (2,22 Prozent), die beide kein gesteigertes Interesse an Neuanlagen für Tagesgeld mehr haben, auch Neukundenofferten von Cortal Consors sowie das Tagesgeld-Konto der GE Capital direkt. Bei beiden liegt der Zinssatz bei je 2,10 Prozent – und die mit deutscher Einlagensicherung. Eine ähnliche Tagesgeld-Offerte der Targobank hingegen wird auf biallo.de nicht gelistet, da es zwingend die Eröffnung eines Girokontos vorsieht, was man allerdings erst im Kleingedruckten findet. Entgegen der telefonischen Auskunft beim Call Center der Targobank ist dieses Girokonto überdies nicht gebührenfrei, sondern erst ab einem Guthaben von 2.500 Euro, was die Rendite beim Angebot der Citibank-Nachfolgerin zusätzlich schmälert.
Weit höhere Summen als die bis zu 75.000 Euro, die Cortal Consors und GE Capital Direkt mit 2,10 Prozent verzinsen, können Sparer bei der Bank of Scotland „parken“. Die Schotten zahlen 2,20 Prozent bis zu 500.000 Euro. Bei Kontoeröffnung bis 28.02.2011 werden zudem 30 Euro Startguthaben geboten. Einziger Wermutstropfen ist hier die britische Einlagensicherung: Diese fällt mit 85.000 GBP oder mindestens 99.100 Euro pro Person kleiner aus als bei der Konkurrenz – für den Durchschnittssparer sind solche Summen allerdings erfahrungsgemäß ausreichend.
Bis zu 3,0 Prozent – Briten auch beim Festgeld führend
Kann sich die Bank of Scotland mit ihren 2,20 Prozent beim Tagesgeld unter den Top 3 platzieren, belegen die Schotten im Biallo-Festgeld-Vergleich für 24 Monate mit 3,0 Prozent derzeit sogar den Spitzenplatz – bei gleichen Anlage- und Sicherungskonditionen. 3,0 Prozent kann hier derzeit nur noch die Garanti Bank International. Hier sind Einlagen bis zu 100.000 Euro pro Person gesichert.
Denn mit 2,77 Prozent (Autobank), 2,75 Prozent (etwa Credit-Europe-Bank, Grenke Bank, Santander -Consumer-Bank oder Vakif Bank) bzw. 2,70 Prozent (Berliner Bau- und Wohnungsgenossenschaft von 1892 bzw. Bigbank) müssen Sparer bei vielen Mitbewerbern bereits deutliche Zinsabschläge in Kauf nehmen.
Allerdings liegen hier, wie bei vielen weiteren Festgeldangeboten – beispielsweise der Deniz-Bank (2,63 Prozent), der BKM Bausparkasse Mainz (2,56 Prozent) bzw. der Targobank, Ziraat Bank, C&A Bank und Isbank (2,50 bis 2,55 Prozent) –, die Zinssätze noch deutlich höher als bei den aktuell besten Tagesgeldangeboten.
Insgesamt sollten potentielle Festgeldanleger beachten: Sowohl maximale Anlagesummen (im Schnitt 100.000 bis 250.000 Euro) als auch die Einlagensicherungsgrenzen pro Person schwanken auch bei den Festgeldanbietern beträchtlich: zwischen 100.000 Euro (Autobank, Credit Europe Bank, Vakifbank international) bis hin zu 440,868 Millionen (Santander Consumer-Bank).
Fazit: Zu Beginn des Jahres 2011 liegen die Zinsen bei Festgeldern noch deutlich vor denen der Tagesgeldanlagen. Für einen Anlagehorizont von zwei Jahren sind hier Zinsaufschläge von bis zu 0,8 Prozentpunkten möglich. Dieser Abstand verringert sich jedoch bei einjährigen Festgeldanlagen bereits deutlich. Die Spitzenreiter bieten hier aktuell Zinssätze von 2,60 (Bank of Scotland) sowie 2,50 Prozent (Deniz Bank bzw. Garanti Bank International).
Im Schnitt können Sparer, die ihr Geld für zwölf Monate fest anlegen möchten, somit aktuell nur noch einen Zinsaufschlag von 0,25 Prozent oder unwesentlich mehr gegenüber Tagesgeldern erzielen.
Wolfgang Thomas Walter / biallo.de
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