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Informationstage der Schulen

Eltern raten zu Gelassenheit bei der Wahl

Informationstage und Gespräche mit Schülern und Lehrern helfen bei der Entscheidung für eine Schule.

Die nächsten Monate werden in vielen Familien wohl stressig ablaufen. Wenn das Kind die Grundschule verlässt, steht eine große Anzahl von weiterführenden Schulen mit recht unterschiedlichen Angeboten zur Auswahl.

Eltern, die das bereits miterlebt haben, blicken im Nachhinein oft mit Gelassenheit zurück. Claudia Jentsch, seit Langem selbst in der Elternarbeit aktiv, weiß, dass sich vor der Entscheidung für die neue Schule natürlich ein ganzes Bündel an Fragen auftut. Die Schulen versuchen, sich bei Informationsabenden oder Tagen der offenen Tür im besten Licht darzustellen. Doch wie glaubhaft sind diese Versprechungen? „Aus meiner Erfahrung heraus würde ich mich an Eltern wenden, die dort schon Kinder haben und fragen, ob Umbrüche zu erwarten sind.“ Jentsch hat beobachtet, dass viele Schulen aktuell mit besonderen Profilklassen werben. „Von Eltern lässt sich erfahren, wie sich das im Alltag darstellt.“ Wie stark wirkt sich ein solcher Schwerpunkt tatsächlich auf den Unterricht aus? Über wie viele Jahre laufen die Profile in einer Klasse?

Claudia Jentsch wählte für ihre Söhne schließlich jeweils eine Schule im Stadtteil. „Sie konnten so in ihrer Freizeit unkompliziert Freunde treffen.“ Vor dem Schulwechsel seines Sohnes prüfte Ralf Kühnbaum-Grashorn zunächst, welche Schulen vom Wohnviertel der Familie aus möglichst einfach und sicher zu erreichen sind. Die Familie besuchte mehrere Infoveranstaltungen, hörte sich Schulprogramme und Leitbilder an. Kühnbaum-Grashorn fragte Schüler und Lehrer, was sie für das Bemerkenswerte an ihrer Schule halten. „Viele Schulen bieten auch einen Besuch im Unterricht an. Mein Sohn hat damals Latein ausprobiert.“

Wie viel Wert eine Familie auf Ganztagsunterricht, praktisches Lernen, ein bestimmtes Fächerangebot, eine besondere Auswahl an Sprachen, Naturwissenschaften und künstlerisch-musische Möglichkeiten legt, ist eine individuelle Entscheidung. Im Detail lohnt sich aber immer das Nachfragen. Viele Schulen haben jetzt Spanisch als zweite Fremdsprache im Angebot. Manchmal gibt es aber so viele Anmeldungen dafür, dass nicht alle Kinder zum Zuge kommen, hat Kühnbaum-Grashorn beobachtet. Bei Angeboten, die erst in der 7. Klasse einsetzen sollen, kann es passieren, dass sie sich dann nicht mehr realisieren lassen. „Oder das Kind hat bis dahin das Interesse verloren. Oft kommt es eher darauf an, ob die generelle Linie einer Schule passt“, sagt Kühnbaum-Grashorn.

Wer eine besonders nachgefragte Schule wählt, riskiert, dort am Ende keinen Platz zu bekommen. Kühnbaum-Grashorn rät deshalb, bei der Anmeldung mehrere Schulen zu nennen, die infrage kommen – falls es mit dem Favoriten nicht klappt.


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