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Worauf die Eltern achten

Engagierte Erzieher und lange Öffnungszeiten

Mütter und Väter achten bei der Suche nach einem Platz im Kindergarten auf Qualität - und besonders auf praktische Fragen.

Viele Kitas überschlagen sich inzwischen mit Angeboten wie Frühenglisch, Musik oder Forschen. Doch was gibt für Eltern tatsächlich den Ausschlag, wenn sie für ihr Kind einen Platz suchen? In Gesprächen mit Eltern stellt sich schnell heraus, dass oft zunächst ganz praktische Fragen wie Öffnungszeiten und die Lage des Kindergartens wichtig sind. „Ich habe mir nur Kindergärten mit langen Öffnungszeiten angesehen“, berichtet Sigrid Sonderhoff aus Laatzen. Anderes sei wegen ihrer Arbeitszeit gar nicht in Frage gekommen.

Doch am wichtigsten war der Mutter, dass die Erzieherinnen einen warmherzigen und engagierten Eindruck machten. „Ich hatte gleich ein gutes Gefühl.“ Sigrid Sonderhoff wählte, da sie selbst gläubig ist, für ihre Tochter Elsabeh einen christlichen Kindergarten. Eine Garantie für Qualität sei das allerdings nicht, betont sie. Der St.-Mathilden-Kindergarten sei mit zwei Gruppen klein und überschaubar – in Sonderhoffs Augen ein deutlicher Pluspunkt. Das pädagogische Konzept sieht etwa vor, dass die Kinder selbst entscheiden, wann sie spielen. „Jedes Kind kann seinem eigenen Rhythmus nachgehen.“ Auch der multikulturelle Charakter der Kita, die viele türkische Kinder besuchen, gefiel Sonderhoff gut.

Bei Regina Stuber hing die Wahl stark davon ab, ob dort gut ausgebildete Erzieher arbeiten. Doch wie lässt sich das feststellen? „Das spricht sich herum. Und ob Engagement da ist und die Erzieher Weiterbildungen wahrnehmen, wird schnell klar.“ Die Stubers suchten einen Kindergarten, in dem ihr Sohn gefördert wird. Der privat organisierte „Tiga-Park“ bietet Musik und ein Bewegungsprogramm. „Das ist ganz wichtig. Nach einem ganzen Tag im Kindergarten kann man mit einem kleinen Kind nicht noch zum Sport oder in die Musikschule gehen.“

Zudem ist die Kita das ganze Jahr geöffnet – die Eltern müssen sich mit ihrer Ferienplanung nicht nach Schließzeiten richten. Der Urlaub der Erzieher lasse sich mit Vertretungen gut überbrücken, betont Regina Stuber.

Für Cornelia Hiemer-Huhs war wichtig, dass Kindergarten und Arbeitsstelle nahe beieinander liegen. „Das ist praktisch und zeitsparend.“ Ihr Sohn Max besucht die Ganztagskita einer Elterninitiative mit Öffnungszeiten bis 17 Uhr, die flexibel gehandhabt werden. „Ich kann Max statt wie vereinbart gegen 16 Uhr auch um 14.30 Uhr oder erst um 17 Uhr abholen.“

Bärbel Hilbig


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