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Squats kräftigen den gesamten Körper. Sie können auch als Trimm-Dich-Übung in die tägliche Joggingrunde eingebaut werden.

Squats kräftigen den gesamten Körper. Sie können auch als Trimm-Dich-Übung in die tägliche Joggingrunde eingebaut werden. © Inga Kjer

Gesundheit

Squats: der Klassiker für den ganzen Körper

Ob für zwischendurch oder als Teil eines Trainingsprogramms - Kniebeugen gehören zu den effizientesten Übungen. Ungeübte sollten sich jedoch nicht zu viel vornehmen, denn diese Fitnesseinheit kann Rücken- und Hüftpartie schnell überlasten.

Saarbrücken. Die Kniebeuge ist eine der bekanntesten Übungen im Kraft- und Fitnesstraining. Auch im Alltag kommt das Bewegen aus den Beinen häufig vor - etwa beim Heben schwerer Gegenstände. In beiden Fällen ist jedoch viel Körperbeherrschung gefragt.

"Bei einer Kniebeuge werden alle Muskeln der Beine und der Hüfte sowie die Rückenmuskulatur beansprucht" erläutert Prof. Dr. Daniel Kaptain, Fitness- und Gesundheitsexperte an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement.

Diese Vorteile lassen sich jedoch nur adäquat nutzen, wenn Beweglichkeit, Stabilität und Koordination dafür ausreichen. Es ist jedoch oft zu beobachten, dass Trainierende mit der Standardübung, die auch unter der englischen Bezeichnung "Squat" bekannt ist, überfordert sind. "Vor allem die Ausführung mit Zusatzgewicht belastet nahezu den ganzen Körper", weiß Prof. Dr. Kaptain. Wer Squats in sein Fitnessprogramm einbaut, muss etwa mobile Sprunggelenke haben. Die Kniestabilität ist ein weiterer Aspekt, den es zu beachten gilt.

Eine Kniebeuge wird durch eine Hüftstreckung ausgeführt und fordert daher extrem die Hüfte. Außerdem kommt es zu einer Druckbelastung für die Wirbelsäule, besonders in der Brust- und Lendenregion. Eine dosierte Druckbelastung wirkt als effektiver Trainingsreiz. Doch untrainierte Personen oder Patienten mit einer geschwächten Wirbelsäule spüren die Übung unangenehm im Rücken, noch bevor die eigentliche Zielmuskulatur in den Beinen angestrengt wurde. "Dies sollte ein Signal zum Handeln sein: Rumpf stärken und für solche Belastungen rüsten" rät der Experte der Deutschen Hochschule.

Darüber hinaus bedarf es für Squats eine bewegliche Schulterregion. "Insbesondere "moderne Sitzmenschen" haben damit große Schwierigkeiten. Dennoch sollten sie solche Herausforderungen nicht meiden, sondern dem Bewegungsapparat eine ausreichende Stabilität und Mobilität verschaffen", empfiehlt Kaptain.

Das Beherrschen dieser Übung kann demnach als Gradmesser für eine solide Belastbarkeit verstanden werden. Dieser Umstand ist für jede Lebenslage hilfreich. Ältere Menschen, können etwa Stürze vermeiden, wenn diesen Bewegungsablauf beherrschen. "Um zu einer solchen Leistungsfähigkeit zu gelangen, ist eine professionelle Trainingsbetreuung jedoch grundlegend", so der Fitness- und Gesundheitsexperte.

dpa


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