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Sich selbst Insulin spritzen will gelernt sein.

Sich selbst Insulin spritzen will gelernt sein. © Rolf Vennenbernd

Gesundheit

Spritzentechnik und mehr: Tipps für den Alltag mit Diabetes

Schmerzen beim Insulin-Spritzen sollten Diabetiker nicht hinnehmen. Auch bei ersten Entzündungsanzeichen an den Füßen sollten Betroffene zügig reagieren.

Schmerzen beim Insulin-Spritzen: Technik dem Arzt vorführen

Hinter Schmerzen beim insulin-Spritzen können verschiedene Ursachen stecken. Am besten führt man seine Technik dem Arzt vor, rät Andreas Lueg, Diabetologe und Ernährungsmediziner in Hameln auf der Homepage der Zeitschrift "Diabetes Ratgeber". So lässt sich meist die Ursache finden. Ein mögliches Problem ist die Geschwindigkeit beim Einstich: Sind Diabetiker zu zögerlich, kann das Schmerzen verursachen. "Je langsamer die Nadel einsticht, desto schmerzhafter wird es in der Regel", erklärt Lueg.

Anzeichen für Entzündung an den Füßen: Diabetiker müssen zum Arzt

Wenn Diabetiker ihren Blutzucker gut im Griff haben, müssen sie nicht mit jeder kleinen Verletzung am Fuß zum Arzt. Zum Beispiel bei einer Blase reicht es dann, wenn sie diese täglich kontrollieren. Wenn sich die betroffene Stelle aber rötet, warm wird oder schmerzt, sollten Diabetiker sofort zum Arzt gehen. Denn das können Anzeichen für eine Entzündung sein, die für Diabetiker gefährlich ist. Darauf weist Christian-Dominik Möller, Internist und Diabetologe am Bürgerhospital in Frankfurt, in der Zeitschrift "Neue Apotheken Illustrierte - Extra Diabetes" (Ausgabe 3/2016) hin.

Durch die schlechtere Durchblutung oder Nervenschädigungen in den Füßen nehmen Diabetiker Schmerzen nicht oder weniger gut wahr. Deshalb bemerken sie kleine Verletzungen häufig zu spät. Dann können diese Infektionen nach sich ziehen. Daraus entwickeln sich mitunter Geschwüre, im schlimmsten Fall ist sogar eine Amputation die Folge.

Diabetiker können Füße mit Igelball anregen

Diabetiker können die Nerven in ihren Füßen abends zum Beispiel vor dem Fernseher leicht mit einem Igelball trainieren. Die Gummibälle mit den Stacheln stimulieren die Fußsohlen und die Zehen, erklärt die Zeitschrift "Neue Apotheken Illustrierte" (Ausgabe Juni/2016). Oft nehmen die Nerven in den Füßen bei Diabetikern als erstes Schaden, wenn sie zu hohe Blutzuckerwerte haben. Sinnvoll ist es daher, sie regelmäßig anzuregen. Eine andere Möglichkeit ist, immer mal wieder die Füße vom Ballen auf die Ferse abzurollen - das geht auch beim Zähneputzen oder in der Kassenschlange im Supermarkt.

dpa


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