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Der Notfallmediziner und Ärztiche Leiter Offshore Rettung, Rüdiger Franz, stellt im Klinikum Oldenburg das wesentlichste Equipment für die Telemedizin vor.

Der Notfallmediziner und Ärztiche Leiter Offshore Rettung, Rüdiger Franz, stellt im Klinikum Oldenburg das wesentlichste Equipment für die Telemedizin vor. © Ingo Wagner

Gesundheit

Gesundheit: Was ist Telemedizin?

Die sogenannte Telemedizin könnte in Deutschland zu einem wesentlichen Bestandteil der medizinischen Versorgung in ländlichen Regionen werden. In mehreren Bundesländern laufen derzeit Pilotprojekte, die vor allem in Gebieten mit geringer Ärztedichte helfen können.

Karlsruhe. Bei der Telemedizin sind Arzt und Patient räumlich voneinander getrennt. Erste Versuche gab es bereits in den 1970er Jahren. So konnten beispielsweise Seenotretter per Sprechfunk Kontakt mit Ärzten aufnehmen und ein Ein-Kanal-EKG analog übertragen.

Heute stehen schnelle digitale Verbindungen zur Verfügung, dank Satellitentechnik auch in abgelegenen Gebieten oder auf hoher See. Ärzte können aus großer Entfernung die Lebensfunktionen von Patienten überwachen, per Video mit Helfern kommunizieren und Anweisungen geben. Zur Telemedizin gehören aber auch Internetberatung von Patienten oder der Austausch von medizinischen Unterlagen zwischen verschiedenen Ärzten.

Deutschland gilt unter

Telemedizin-Dienstleistern als "Entwicklungsland". In dünn besiedelten Regionen wie Norwegen und Schweden werden dem englischen Anbieter DrEd zufolge Untersuchungen und Behandlungen seit Jahren aus der Ferne koordiniert. In Ländern wie der Schweiz oder Großbritannien können Patienten demnach zudem rund um die Uhr per Telefon oder Internet einen Arzt konsultieren. In Deutschland dürfen die Ärzte laut Musterberufsordnung Patienten nicht ausschließlich über elektronische Medien behandeln.

dpa


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