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Menschen, die einen Schlaganfall erleiden, zeigen meist deutliche Lähmungserscheinungen auf einer Körperseite. Helfer sollten in diesem Fall sofort den Rettungswagen rufen.

Menschen, die einen Schlaganfall erleiden, zeigen meist deutliche Lähmungserscheinungen auf einer Körperseite. Helfer sollten in diesem Fall sofort den Rettungswagen rufen. © Armin Weigel

Gesundheit

Beim Schlaganfall kommt es auf schnelles Handeln an

Ein herunterhängender Mundwinkel, verwaschene Sprache - das sind Warnsignale für einen Schlaganfall. In so einem Notfall ist schnelles Reagieren gefordert. Helfer sollten sich dabei an die FAST-Regel halten.

Gütersloh. Spricht jemand plötzlich abgehackt, verwaschen oder lallt, kann das ein Warnsignal für einen Schlaganfall sein. Anzeichen sind auch eine Lähmung auf einer Körperseite, die sich etwa durch einen herunterhängenden Mundwinkel zeigt.

Bekommt man solche Symptome mit, reagieren viele unsicher. Wichtig ist, den Rettungsdienst zu rufen. Darauf weist die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe vor dem Welt-Schlaganfalltag (29. Oktober) hin.

Ein Schlaganfall lässt sich durch die sogenannte FAST-Regel erkennen: F steht für Face (Gesicht): Man sollte die Person bitten zu lächeln. Wenn das Gesicht einseitig verzogen ist, deutet das auf eine halbseitige Lähmung hin. A steht für Arms (Arme): Dabei bittet man die Person, die Arme nach vorne zu strecken und dabei die Handflächen nach oben zu drehen. Bei einer Lähmung können nicht beide Arme gehoben werden, sie sinken wieder herunter oder drehen sich. S steht für Speech: Ist der Betroffene nicht in der Lage, einen einfachen Satz nachzusprechen oder klingt seine Stimme dabei verwaschen, ist das ein Zeichen für Sprachstörungen. T steht für Time (Zeit) und besagt, dass man unverzüglich die 112 wählen und die Symptome schildern soll.

Die Deutsche Schlaganfall-Hilfe hat auch eine kostenlose App entwickelt, die unter anderem den sogenannten

FAST-Test enthält. Außerdem werden mögliche Symptome erläutert und Handlungsanweisungen für den Notfall gegeben. Wer die App bei

iTunes oder

Google Playherunterladen und für den Notfall gewappnet sein möchte, sollte sich schon im Vorfeld mit den Inhalten vertraut machen, empfiehlt Urs-Vito Albrecht vom Peter L. Reichertz Institut für Medizinische Informatik an der Medizinischen Hochschule Hannover. Er beschäftigt sich seit Jahren mit Gesundheits-Apps. "Wenn hieraus später eine schnellere Entscheidung zur Auslösung des Notrufs resultiert, wäre das schon ein tolles Ergebnis", sagt Albrecht.

Aber wer sich noch nicht mit der App vertraut gemacht hat, sollte sich im Notfall darauf konzentrieren, den Rettungsdienst zu rufen und beim Betroffenen Erste Hilfe zu leisten. "Im Notfall selbst sind die Umstände in der Regel ungewohnt, chaotisch und hektisch, so dass kaum die Ruhe bestehen wird, sich mit einer App auseinanderzusetzen."

dpa


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