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Alles kann ein Kind nicht für sein Haustier tun. Streicheleinheiten zählen aber auf alle Fälle dazu.

Alles kann ein Kind nicht für sein Haustier tun. Streicheleinheiten zählen aber auf alle Fälle dazu. © Patrick Pleul

Familie

Kinder und Haustiere: So können Aufgaben verteilt werden

Oft sind es die Kinder, die sich ein Haustier wünschen. Die Verantwortung für das Tier können sie jedoch nicht alleine tragen. Familien sollten deshalb überlegen, ob sie sich ein Haustier zulegen sollten - und wie sie die anfallenden Aufgaben verteilen.

Fürth. Haustiere können die Familie bereichern. Dabei sollten die anfallenden Aufgaben gut verteilt werden. Auch wenn es letztlich die Eltern sind, die die Verantwortung für das Tier tragen.

Kein Kind könne die alleinige Verantwortung übernehmen, sagt Maria Große Perdekamp. Sie ist Leiterin der Online-Beratung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung. Trotzdem können Eltern Verbindlichkeiten schaffen: So können Sohn oder Tochter dafür verantwortlich sein, den Käfig des Meerschweinchens zu reinigen. Oder es wird ein Tag festgelegt, an dem der Nachwuchs regelmäßig mit dem Hund Gassi geht.

Generell sei es schön für Kinder, wenn ein Haustier in der Familie lebt. Auch ein bisschen Verantwortung zu tragen, fördert sie in ihrer Entwicklung. "Und manche Kinder können bei Stress in Gegenwart ihres Haustiers besser entspannen", sagt Große Perdekamp. Manchmal tut Kindern, denen es schwerfällt, Freunde zu finden, ein Haustier besonders gut. Zum einen freut sich das Kind über das Tier selbst. Beispielsweise ein Hund kann außerdem dabei helfen, mit anderen Kindern in Kontakt zu kommen. "Auch für Familien, die wenige gemeinsame Interessen haben, kann ein Haustier sehr gut sein." So könnten die Spaziergänge mit dem Hund zur wichtigen gemeinsamen Aktivität werden.

Sind Kinder in ihrer Motorik sehr unkontrolliert, würde Große Perdekamp eher von einem Haustier abraten. "Schließlich kann man so ein Tier auch mit Liebe erdrücken." Und auch beim liebsten Tier weiß man nie, wie es im Fall der Fälle reagiert. Generell müssen die Familien sorgfältig abwägen, ob sie die Verantwortung übernehmen möchten. "Eltern dürfen auch "Nein" sagen", meint Große Perdekamp. Dann lasse sich beispielsweise überlegen, ob man einen Hund aus dem Tierheim Gassi führt - oder beispielsweise mit einem Aquarium einen Kompromiss findet.

dpa


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