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Erstes Date: Er muss zu ihr - nicht umgekehrt

Singles auf Partnersuche sollten auf Konventionen achten. Trotz Emanzipation gelten für Erfolg beim Flirten nach wie vor althergebrachte Regeln, sagt der Berliner Singleberater Christian Thiel.

So sollten Frauen beim ersten Date nie zum Mann fahren, sondern immer er zu ihr. "Wer diese Regel bricht, hat verloren", sagt Thiel. "Männer wollen in der Rolle des Nehmenden sein, nicht des Gebenden." Möglich sei auch, dass beide sich in der Mitte ihrer Wohnorte treffen. Den Treffpunkt bestimme sie. Fahre jedoch eine Frau auf Einladung des Mannes zu ihm, sei dies nicht nur unhöflich von ihm. Es zeuge vor allem von Desinteresse. "Ein Mann, der wirklich an einer Frau interessiert ist, fährt für sie bis ans Ende der Welt", schwärmt der Singleberater.

Nach dem ersten Date: Der Mann ruft zuerst an

Thiel, der nach eigenen Angaben bislang 2.000 Singles und Paare beraten hat, hält die Verletzung der Konventionen für eine Hauptursache erfolgloser Partnersuche. "Frauen glauben, es hängt alles von ihrem Einsatz ab", berichtet er. Das stimme, solange sie sich an die Regeln hielten. Dazu gehöre auch, dass sich der Mann nach dem Date zuerst melden müsse, nicht sie. Das heiße aber nicht, dass sich Damen komplett passiv verhalten sollten.

"Frauen sind bei der Partnerwahl die aktiveren. Sie beherrschen das Geschehen und entscheiden, ob sie einen Mann nett finden", sagt Thiel. Das vermittelten sie durch nonverbale Signale und ihre Körperhaltung. Schaut sie ihn zum Beispiel an, während er spricht oder beugt sie sich nach vorn, signalisiere sie damit Interesse. Schweifen ihre Augen ab oder lehnt sie sich zurück, bedeute dies Langeweile. Auf Partys oder in Discos gebe eine Frau durch Blicke, Lächeln und Gesten zu verstehen, dass sie ihn kennenlernen möchte und er zu ihr kommen soll. "Sie sollte dann aber auch von ihm eine Handlung erwarten", rät Thiel. "Frauen initiieren den 'Eroberungsfeldzug', den Männer dann durchführen."

dapd


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