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Wenn der Partner zuschlägt, ist das schrecklich. Bei Frauenberatungsstellen finden Frauen Hilfe. Foto: Bodo Marks

Wenn der Partner zuschlägt, ist das schrecklich. Bei Frauenberatungsstellen finden Frauen Hilfe. Foto: Bodo Marks

Familie

Wo Opfer von Gewalt in der Partnerschaft Hilfe finden

Gewalt ist immer schrecklich - für viele Menschen allerdings Alltag. Wenn der eigene Partner plötzlich zuschlägt, ist das eine grausame Vorstellung. Welche Hilfsangebote gibt es für Opfer?

Berlin. Für viele Menschen ist es unvorstellbar, dass der eigene Partner sie verletzen könnte. Doch mehr als 127 000 Menschen pro Jahr werden in Deutschland Opfer von Gewalt in der Partnerschaft. Zu 82 Prozent sind die Opfer Frauen.

Für solch eine Notlage gibt es kein Patentrezept, doch für die Opfer gibt es Hilfe. Bei akuten Notfällen sollten Betroffene auf jeden Fall die Polizei rufen, rät Anita Eckhardt vom

Bundesverband der Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe (bff) in Deutschland: "Das kann körperliche oder sexuelle Gewalt sein." Vor allem gelte das auch, wenn Kinder im Spiel sind.

Oft sei Gewalt in der Beziehung bereits ein lang anhaltendes Problem. "Vielen Frauen fällt es dann schwer sich zu lösen", sagt Eckhardt. Es gebe häufig eine emotionale oder auch ökonomische Abhängigkeit. Einige haben Angst, bei einer Trennung die Kinder zu verlieren. "Und manche Männer schotten ihre Partnerinnen bewusst ab, isolieren sie."

Die Expertin rät, sich Hilfe vor Ort zu suchen - zum Beispiel bei einer Frauenberatungsstelle. Auf der Webseite des bff finden Frauen eine Datenbank mit Hilfsangeboten in ihrer Nähe. Auch beim kostenlosen Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" mit der Rufnummer 08000/116 116 können Frauen anrufen. Schutz finden sie außerdem in Frauenhäusern. Wer sich für eine Beratungsstelle entscheidet, kann dort mit professioneller Unterstützung überlegen, wie es weitergeht.

Eine Option ist immer eine Anzeige. Eckhardt zufolge ist es sinnvoll, mit einem Profi darüber zu sprechen und sich darüber klar zu werden, wie das genau abläuft. "Sich auf einen Prozess einzulassen, ist auch nicht einfach", sagt die Expertin. Da müsse man wissen, was auf einen zukommt.

Hilfreich ist immer ein starkes soziales Umfeld mit Freunden oder Familienangehörigen. "Häufig können die aber nicht verstehen, wenn jemand bei einem gewalttätigen Partner bleibt." Auch sie müssen verstehen, dass das für Betroffene eine schwierige Situation ist. "Und die Männer sind ja meist nicht nur gewalttätig, sondern zeigen manchmal auch eine liebe Seite." Das irritiere das Opfer nur noch mehr. Auch deshalb sei es sinnvoll, sich professionelle Hilfe von Außen zu suchen.

dpa


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