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Was steckt drin? Es lässt sich nicht erfühlen, aus welchen Stoffen Spielzeug hergestellt wurde. Eltern können aber auf Geruch und Prüfsiegel achten.

Was steckt drin? Es lässt sich nicht erfühlen, aus welchen Stoffen Spielzeug hergestellt wurde. Eltern können aber auf Geruch und Prüfsiegel achten. © Andrea Warnecke

Familie

Beim Spielzeugkauf der eigenen Nase trauen

Möglicherweise gefährliches Spielzeug ist ein sensibles Thema. Schließlich verbringen schon kleine Kinder viel Zeit damit. Experten geben Tipps, woran Eltern mögliche Gefahren für den Nachwuchs erkennen.

Köln. Die Vorstellung, dass ausgerechnet ein geliebtes Spielzeug für Kinder gefährlich sein könnte, ist für Eltern beängstigend. Schließlich knuddeln die Kinder Plüschtiere und Puppen oder nehmen auch mal einen Bauklotz in den Mund.

Mütter und Väter achten am besten schon beim Kauf auf mehrere wichtige Dinge:

Händler: Ralf Diekmann vom Tüv Rheinland empfiehlt, nur bei sicheren Quellen oder Händlern zu kaufen, die man kennt. Auf einem Markt oder anonym im Internet, wo man den Händler gar nicht kennt, lasse sich die Qualität kaum nachvollziehen und später kaum etwas beanstanden.

Pflichtangaben: Mehrere Angaben sind auf Spielzeugen Pflicht. Das sind das CE-Kennzeichen, der Name des Herstellers oder Importeurs sowie Bedien- und Altershinweise - und alles in deutscher Sprache.

Prüfsiegel: Über Prüfsiegel können sich Eltern einen ersten Eindruck verschaffen. Diekmann empfiehlt, auf Prüfzeichen wie das GS- oder TooxProof-Siegel zu achten. Sie dürfen nur von unabhängigen Prüfhäusern nach erfolgreichen Tests vergeben werden.

Der Nase vertrauen: Eltern sollten ruhig am Spielzeug schnuppern. Stoffe wie Blei, Arsen, Quecksilber und Cadmium steckten beispielsweise in Lacken von Holzspielzeug, in Spielsachen aus Polyester oder in Batterien, sagt Diekmann. Beispielsweise in biegbaren Kunststoffprodukten könnten Weichmacher stecken - auch diese kann man normalerweise aber am unangenehmen Geruch erkennen.

Knuddeln: Beispielsweise bei Plüschtieren sollten Eltern den Knuddel-Test machen. Kleinteile wie Augen oder Knöpfe sollten gut vernäht und die Nähte am Tier sauber verarbeitet sein. Kritisch könne es werden, wenn in dem Tier spitze Drähte sind oder es Füllmaterial aus winzigen Kunststoffkugeln enthält. Diese könnten Kinder einatmen, falls Nähte aufgehen. Auch wenn ein Plüschtier unangenehm riecht, empfiehlt der Experte im Zweifel: "Finger weg!". Auch bei anderen Spielsachen sollten Eltern die Art der Verarbeitung prüfen, sagt Tüv-Süd-Experte Rainer Weiskirchen aus Nürnberg. Geht es um möglicherweise verschluckbare Kleinteile, lesen Eltern am besten genau die Warnhinweise des Herstellers.

dpa


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