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Stehen in einem Mietshaus Wohnungen leer, muss der Vermieter die Kosten selbst tragen und darf sie nicht einfach auf die anderen Mieter umlegen.

Stehen in einem Mietshaus Wohnungen leer, muss der Vermieter die Kosten selbst tragen und darf sie nicht einfach auf die anderen Mieter umlegen. © Jens Kalaene

Immobilien

Vermieter muss Kosten für nicht vermietete Wohnungen tragen

Die Betriebskosten auf die anderen Mieter umlegen, wenn es freie Wohnungen in einem Haus gibt - das geht so einfach nicht. Der Vermieter muss diese selbst übernehmen, nur der Berechnungsschlüssel ist je nach Modus unterschiedlich.

Berlin. Gibt es in einem Mietshaus Wohnungen, die leer stehen, darf der Vermieter die Betriebskosten nicht einfach auf die anderen Mieter umlegen. Er muss die Betriebskosten zwar in der Abrechnung berücksichtigen, sie aber letztlich selbst tragen.

Bei einer Verteilung der Kosten nach Wohnfläche muss er die leeren Räumlichkeiten wie jede andere Wohnung behandeln. Darauf weist der Vermieterverband Haus & Grund Deutschland hin. Sollten im Mietvertrag Klauseln stehen, wonach die Betriebskosten nur auf die vermieteten Wohnungen verteilt werden, sind sie unwirksam.

Werden die Kosten anhand der Bewohner der Wohnungen aufgeteilt, gestaltet sich die Abrechnung schwieriger. Denn obwohl die Wohnung leer steht, muss der Vermieter sie zunächst bei der Kostenverteilung berücksichtigen. Dabei geht er von fiktiven Nutzern aus - deren genaue Anzahl orientiert sich an der durchschnittlichen Belegung von vergleichbaren Wohnungen. Hat er den genauen Kostenanteil für die nicht genutzte Wohnung ermittelt, muss wiederum er ihn bezahlen.

dpa


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